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BVB in Saloniki ohne Top-Quintett

Fußball BVB in Saloniki ohne Top-Quintett

Der Blick bei Borussia Dortmund ist bereits fest auf den Hit bei Meister Bayern München gerichtet. Gleich fünf Stars nahm BVB-Coach Thomas Tuchel daher erst gar nicht mit auf die Reise zum Europa-League-Spiel bei PAOK Saloniki.

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BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang ist nicht mit nach Griechenland gereist.

Quelle: Marius Becker

Saloniki. Borussia Dortmund ohne Fünf - vor dem Bundesliga-Hit am Sonntag beim deutschen Fußballmeister Bayern München lässt es Thomas Tuchel so richtig rotieren.

Der BVB-Trainer verordnete einem Star-Quintett, angeführt von Weltmeister Mats Hummels und Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang, für die Risiko-Partie in der Europa League bei PAOK Saloniki am Donnerstag eine Pause und TV-Sport. "Wir brauchen frische und topfitte Spieler. Deswegen sind wir diesen Schritt gegangen", begründete Tuchel seine Maßnahme vor der Aufgabe beim zweimaligen Landesmeister, die er "sehr ernst" nimmt.

Nach dem bisherigen Stressprogramm nahm Tuchel Hummels, Aubameyang, den Strategen Ilkay Gündogan, Ballkünstler Shinji Kagawa und den Abwehrspezialisten Sokratis erst gar nicht mit auf den Zweieinhalb-Stunden-Flug gen Griechenland. Schonung steht für die Schlüsselspieler ganz oben, zumal den BVB im Toumba-Stadion ein hitziges Duell erwartet. "Cool bleiben und unser Spiel durchziehen", empfahl BVB-Neuzugang Gonzalo Castro.

Der Sicherheit der Borussia-Fans wird hohe Priorität eingeräumt. "Wir haben im Vorfeld mit den örtlichen Vertretern alles besprochen und den Fans Hinweise gegeben. Ich hoffe, dass alles ruhigbleibt", sagte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Der BVB gab den Fans eine Reihe von Sicherheitsratschlägen, um Vorfälle wie im Februar 2014 zu verhindern. Damals waren BVB-Fans vor dem Champions-League-Spiel bei Zenit St. Petersburg (4:2) Ziel gewalttätiger Angriffe russischer Hooligans. Hintergrund der Empfehlungen des Clubs für Saloniki, die neutrale Kleidung und unauffälliges Verhalten im Stadtbereich einschließen, ist nach Club-Angaben eine Freundschaft einiger BVB-Fans mit Anhängern von Aris, dem Erzrivalen von PAOK.

Sportlich bekommt es die Borussia im zweiten Spiel der Gruppe C nach Meinung Watzkes mit einer "guten Mannschaft" zu tun. "Das hat sie schon gegen Schalke bewiesen", sagte Watzke zu den Königsblauen, die sich 2013 in der Qualifikation zur Champions League gegen PAOK durchaus schwertaten. Der BVB hatte sein erstes Gruppenspiel 2015/16 gegen den FK Krasnodar 2:1 gewonnen.

Nach den Unentschieden in der Bundesliga bei 1899 Hoffenheim (1:1) und gegen Aufsteiger Darmstadt 98 (2:2), durch die der BVB vor dem Topspiel am Sonntag vier Zähler Rückstand auf die Bayern hat, schien die Stimmung etwas gereizt. Tuchel ließ nach dem Darmstadt-Spiel erkennen, dass ihm die Art der Hummels-Kritik nicht so gefallen habe ("Ich tue mich ein bisschen schwer mit dem Satz 'Man muss das besser verteidigen'.").

Der BVB-Kapitän hatte das Abwehrverhalten sowohl in Hoffenheim als auch gegen Darmstadt, als man in der Schlussminute den Ausgleich kassierte, moniert. Von angespannter Stimmung wollte Watzke aber nichts wissen und verwies auf die Zahlen: "Wenn ich Teile der Berichterstattung lese, könnte man den Eindruck gewinnen, wir wären in einem Krisenmodus. Dabei haben wir elf von 13 Pflichtspielen gewonnen."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

PAOK Saloniki: Olsen - Miguel Vitor, Ricardo Costa, Tzavellas - Konstantinidis, Kace, Tziolis, Garry Rodrigues - Mak, Athanasiadis, Pelkas

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Ginter, Subotic, Schmelzer - Bender, Weigl - Hofmann, Castro, Januzaj - Reus

Schiedsrichter: Taylor (England)

dpa

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