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BVB verliert und verpasst Gruppensieg in Europa League

Fußball BVB verliert und verpasst Gruppensieg in Europa League

Der BVB macht zum Abschluss der Europa-League-Vorrunde nichts aus seinen Torchancen und verliert gegen Außenseiter Thessaloniki. Zum angepeilten Gruppensieg hätte aber selbst ein Sieg nicht gereicht.

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Das Spiel im Signal Iduna Park war als «Hochrisikospiel» eingestuft worden.

Quelle: Friso Gentsch

Dortmund. Große Überlegenheit, aber keine Tore - Borussia Dortmund hat die Gruppenphase der Europa League ohne Happy End abgeschlossen.

Nach dem enttäuschenden 0:1 (0:1) gegen die Mauerkünstler von PAOK Saloniki droht den Westfalen nun ein starker Gegner in der ersten K.o.-Runde, die am Montag ausgelost wird.

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Adrian Ramos (M) und der BVB konnten das Bollwerk von Saloniki nicht knacken.

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Der angepeilte Sieg in der Vorrundengruppe C wäre aber selbst im Falle eines Dreiers unerreichbar geblieben, da Schlusslicht Qäbälä gegen Tabellenführer FK Krasnodar eine Überraschung verpasste.

Der Ex-Nürnberger Robert Mak (33. Minute) erzielte vor 55 000 Zuschauern beim als Hochrisikospiel eingestuften Duell das entscheidende Tor für den Außenseiter. "Wir sind sehr enttäuscht. Es ist uns gelungen, das Spiel zu dominieren, aber nicht, es zu gewinnen", urteilte Trainer Thomas Tuchel. "Die absolute Anspannung, der Respekt vor der Aufgabe und die Schärfe haben heute gefehlt."

Verteidiger Neven Subotic erkannte an seinem 27. Geburtstag: "Die Leistung hat ehrlich gesagt nicht gereicht. Wir sind nicht auf unser Topniveau gekommen und haben nicht die Lösung gefunden." Nationalspieler Sven Bender machte "einen schlechten Tag" aus.

Rein sportlich missriet der Gruppenphasen-Abschluss für den BVB also, zumindest auf den Rängen und vor dem Stadion blieb es bis zum Abpfiff aber weitgehend ruhig. Nach dem Spiel allerdings gerieten Fans mit der Polizei in der Dortmunder Innenstadt aneinander. An der Auseinandersetzung war nach Angaben einer Polizeisprecherin eine größere Personengruppe mit mehr als Hundert Menschen beteiligt.

Nachdem Dortmunder Anhänger beim Hinspiel in Griechenland eine Spielunterbrechung provoziert hatten, stand die Partie nun im besonderen Blickpunkt der Sicherheitsbehörden. Noch am Vormittag hatte die Polizei in einem Bus mit Fans aus Griechenland unter anderem ein Messer, Pyrotechnik und Betäubungsmittel gefunden.

Die Dortmunder waren zwar 90 Minuten lang drückend überlegen und erspielten sich viele Chancen - ein Tor gelang aber nicht. Obendrein fehlten Kreativität und Ideen, um den ausrechenbar agierenden Gegner in spielerischer Hinsicht mal in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen. Die Griechen standen tief und setzten offensiv ausschließlich auf schnelle Gegenstöße - das reichte.

Mit Pflichtspiel-Debütant Pascal Stenzel in der Startelf lief's von Anfang an nicht rund. Viele Ballverluste, drei Torchancen und zwei Pfostenschüsse - das war die Bilanz des BVB-Angriffs in Halbzeit eins. Shinji Kagawa (10.) und der zur Pause ausgewechselte Marco Reus (41.) trafen jeweils Aluminium, Matthias Ginter (23.) zielte etwas zu hoch. PAOK dagegen nutzte gleich seine erste Gelegenheit: Dimitris Konstantinidis schickte Mak aus dem Halbfeld auf die Reise - der flinke Stürmer umkurvte Torwart Roman Weidenfeller und schob ein.

Grund genug für BVB-Coach Tuchel, zu reagieren. Neben Henrich Mchitarjan, der ebenso wie Pierre-Emerick Aubameyang zunächst geschont wurde, kaum zur Pause auch der aufstrebende Youngster Julian Weigl. Dafür gingen in den Nationalspielern Reus und Bender allerdings zwei andere Leistungsträger vom Platz - ein Indiz für die geringe Bedeutung der Partie aus Dortmunder Sicht. Drei Tage vor dem Liga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wollte Tuchel vielen seiner Stars keine 90 Minuten Einsatzzeit zumuten. Schonung ging vor.

Die Dortmunder erhöhten zunehmend den Druck, kamen zu besseren Chancen, wechselten auch noch Aubameyang ein - Tore gab's aber weiter keine. Mchitarjan (47./60.) und Kagawa (52.) verpassten, Aubameyang (76.) traf den Pfosten. Spielerisch blieb's bis zum Ende zäh.

dpa

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