Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Balanceakt gegen den Handball-Hochadel

Handball, 3. Liga Balanceakt gegen den Handball-Hochadel

Der 1. VfL Potsdam empfängt in der dritten Handballliga am Sonntag den Topfavoriten HSV Hamburg (Start: 16 Uhr). Die Adler haben vor dem zweiten Heimspiel der Saison noch keinen Pluspunkt erkämpft: Das Duell mit dem Champions-League-Sieger des Jahres 2013 bietet jedoch auch eine besondere Chance für das Potsdamer Ensemble.

Voriger Artikel
Vettel kann sich freuen: Singapur verlängert Vertrag
Nächster Artikel
Vettel-Auftakt zum Vergessen: Nur Platz elf

Fäuste ballen, kämpfen: Gegen den HSV Hamburg sind wie hier bei Jan Piske auch die Grundtugenden des Sportes gefragt.

Quelle: www.fotofrick.de

Potsdam. Den Auftritt in Niedersachsen haben sie per Video analysiert, nach Schwachstellen gesucht, die 28:31-Niederlage beim MTV Braunschweig aufgearbeitet. „Generell machen wir zu jedem Spiel eine Nachbereitung per Video“, sagt Daniel Deutsch, der Coach des 1. VfL Potsdam, „das gehört zur normalen Prozedur im Trainingsalltag, auf die Partie gegen den HSV bereiten wir uns ebenfalls mit Videobildern vor.“ Am Sonntag wird mit dem HSV Hamburg der verlustpunktfreie Top-Favorit der dritten Handballliga Nord in die MBS Arena kommen (Start: 16 Uhr) – der VfL dagegen wartet nach drei Niederlagen noch auf den ersten Pluszähler der Saison.

Derzeit versucht man sich am Spagat, die Fehlerquellen kritisch zu analysieren, ohne den Glauben an die eigenen Qualitäten zu verlieren. Und: Der Start mit drei Niederlagen – eine ungewohnte Situation für den VfL. Seit dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga hatten die Adler nach drei Partien immer mindestens zwei Zähler erkämpft: (2012: 4 Punkte, 2013: 2, 2014: 2, 2015: 4, 2016: 4). „In solch einer Lage waren wir noch nicht, seit ich hier bin“, sagt Rückraumspieler Jan Piske (29), einer der Altgedienten im Team, „wir müssen uns als Mannschaft Erfolgserlebnisse erarbeiten, die das Selbstvertrauen stärken und uns auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Zum Beispiel die Aufgaben im Abwehr- und Angriffssystem. Das wird uns auch wieder zu Erfolgen führen.“

Deutsch: „Wir versuchen im Moment aber so normal und aufgabenorientiert wie möglich weiter zu trainieren. Durch gute Aktionen im Training versucht sich dann jeder Stück für Stück sein Selbstvertrauen zurück zu holen“, so der 36-Jährige, der einen enormen personellen Umbruch moderieren und seine ersten Monate als Chefcoach auf unruhiger See bewältigen muss. Der Ex-Zweitligaprofi hat zwar noch keine Erfahrungen auf der Trainerbank gesammelt, kann aber auf einen reichhaltigen Fundus aus seiner langen Spielerkarriere zurückgreifen.

Immerhin: Teilerfolge konnte dasein Ensemble bereits erkämpfen, ohne allerdings den ersten Punktgewinn zu verbuchen. Nach der Auftakt-Niederlage in Oranienburg (24:32) mit einer enormen emotionalen Fallhöhe gelang bei der 24:25-Heimniederlage gegen Flensborg eine furiose Aufholjagd. Auch beim zwischenzeitlichen 27:27 in Braunschweig hatten sich die Adler nach einem deutlichen Rückstand noch einmal aussichtsreich in Stellung gebracht, scheiterten aber am Ende an ihrer zu hohen Fehlerquote.

Mit dem HSV kommt nun alteingesessener Handball-Hochadel: Der Ex-Champions-League-Sieger (2013), der nach einem Insolvenzverfahren 2016 in der dritten Liga neu startete, sortiert sich derzeit für ein Comeback in höheren Ligen. Mit 69:38 Toren (plus 31) und 4:0 Punkten liegt der Club auf Rang zwei. Positiv gesehen: Mehr Möglichkeit, seelischen Ballast abzuwerfen gibt es kaum – das Duell könnte für den VfL selbst bei einer Niederlage zum Brustlöser werden.

Von Lars Sittig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer
Finde Bundesliga-Wettquoten und mehr exklusiv bei SmartBets.