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Bayer erlebt bittere Derby-Pleite gegen Köln

Fußball Bayer erlebt bittere Derby-Pleite gegen Köln

Es sind nur drei Punkte, doch im Derby haben sie mehr emotionales Gewicht. Deshalb war das 1:2 von Bayer Leverkusen gegen den 1. FC Köln besonders bitter. Freude pur empfand nach seinem Doppelpack Dominic Maroh: "So einen Tag hatte ich noch nie."

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Dominic Maroh (l) schoss den 1. FC Köln mit einem Doppelpack zum Derbysieg.

Quelle: Federico Gambarini

Leverkusen. Die Fans von Bayer Leverkusen waren so erbost nach der 1:2 (1:1)-Pleite im 57. Derby gegen den 1. FC Köln, dass die Werkskicker vor der Tribüne auf Sicherheitsabstand blieben und schließlich ratlos abdrehten.

"Wenn man das Derby verliert, ist das immer eine große Enttäuschung", kommentierte Sportdirektor Rudi Völler die erste Niederlage gegen den Bundesliga-Nachbarn seit dem 17. September 2011 in Leverkusen. Freude pur empfand dagegen Kölns Trainer Peter Stöger: "Wir sind sehr zufrieden, logisch."

Beim Kölner Erfolg war Dominic Maroh (17./73. Minute) vor 30 210 Zuschauern in der ausverkauften Leverkusener Arena der Matchwinner für die Gäste. Er beendete mit seinem Führungstreffer auch eine 383 Minuten lange Torflaute der Kölner Fußballer. "Solchen Tag hatte ich als Abwehrspieler noch nicht", befand Maroh. Das 1:1 hatte Javier "Chicharito" Hernandéz (33.) erzielt.

Mit dem 200. Auswärtssieg in der Bundesliga und dem ersten Erfolg nach vier Spielen zogen die Kölner in der Tabelle am Werksclub vorbei. Die Leverkusener drohen nun den Anschluss an die Spitzengruppe und die Europacupplätze zu verlieren.

Die Gastgeber - sie mussten auf den an Grippe erkrankten Weltmeister Christoph Kramer verzichten - hatten aus den vergangenen drei Partien in der Champions League gegen Rom (4:4/2:3) und gegen den VfB Stuttgart (4:3) nicht viel gelernt. Wieder offenbarten die Leverkusener Schwächen in der Abwehr. In der 4. Minute ging es noch glimpflich ab, als Marcel Risse auf FC-Torjäger Anthony Modeste passte. Wendell und danach Bayer-Keeper Bernd Leno konnten sich noch in die Schusslinie werfen.

13 Minuten später nutzte der Kölner Innenverteidiger Maroh eine weitere Unsicherheit der Leverkusener. Einen Freistoß von Risse verlängerte Bayer-Profi Kyriakos Papadopoulos unglücklich per Kopf, der dahinter stehende Maroh schoss volley aus sieben Metern ein.

Für die Werkself, bei der zuvor nur Chicharito mit einem vom Kölns Torhüter Timo Horn parierten Schlenzer aus 18 Metern für Gefahr sorgte, war das Tor wie ein Weckruf. Nun drehten die Gastgeber etwas auf und hatten durch Karim Bellarabi (22.) ihre zweite große Chance. Doch bei seinem Schuss aus spitzem Winkel stand Horn richtig. Machtlos war er zehn Minuten später, als Chicharito nach einer präzisen Flanke von Admir Mehmedi zum 1:1-Ausgleich einnickte.

Die Kölner begnügten sich nach dem Wiederanpfiff nicht damit, hinten dicht zu machen, sondern spielten munter nach vorn und profitierten von der Roten Karte für Papadopoulos (55.). Der Grieche hatte nach Steilpass von Matthias Lehmann die Notbremse gezogen als Modeste auf und davon laufen wollte. "Nach dem Platzverweis konnten wir das Spiel nicht mehr mit zehn Mann drehen", sagte Völler.

Der dezimierten Gastgeber gerieten nun noch mehr unter Druck. In der 71. Minute verfehlte Maroh mit einem Kopfball noch das Bayer-Tor, doch wenig später köpfte er nach Ecke von Risse zum 2:1 ins Netz.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 52,1 - 47,9

Torschüsse: 12 - 17

gew. Zweikämpfe in %: 44,3 - 55,7

Fouls: 18 - 12

Ecken: 6 - 9

Quelle: optasports.com

dpa

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