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Bayern auch ohne "Perfektion" vor Rekord in Frankfurt

Fußball Bayern auch ohne "Perfektion" vor Rekord in Frankfurt

Der nächste Sieg der Bayern scheint programmiert. Dass die zuletzt schwache Frankfurter Eintracht zum Stolperstein wird, kann sich selbst am Main niemand vorstellen. Den Bayern winkt im Erfolgsfall eine weitere Bestmarke.

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Pep Guardiola will trotz der Überlegenheit der Bayern nicht locker lassen. Foto: Andy Rain

Frankfurt/Main. Zwischen der Pokal-Gala beim VfL Wolfsburg und der angestrebten Champions-League-Revanche gegen den FC Arsenal soll für die übermächtigen Bayern beim Liga-Gastspiel in Frankfurt mal eben der nächste Rekord her.

Gewinnen die Münchner am Freitag auch bei der kriselnden Eintracht, woran niemand zweifelt, stellen sie die internationale Bestmarke von Tottenham Hotspur ein. Die Spurs brachten es in der Saison 1960/61 als bislang einziger Club aus einer der europäischen Topligen auf elf Siege zum Start. Die Bayern stehen im Moment bei zehn.

Wegen des dichten Terminkalenders reisen die Bayern erst am Spieltag an den Main, aufhalten soll sie die ungewohnte Vorbereitung aber nicht. Auch beim FC Barcelona habe er dies bei Abendspielen in der Vergangenheit bereits so praktiziert, sagte Bayern-Coach Pep Guardiola am Donnerstag. "Große Mannschaften und große Spieler brauchen solch schwere Situationen. Sie brauchen diese Herausforderungen", sagte der spanische Star-Coach inmitten kräftezehrender Tage.

Guardiola forderte eine erneut hochkonzentrierte Leistung seines Teams, auch wenn der Titelverteidiger nach zehn Spieltagen bereits sieben Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund hat. "Sieben Punkte im Mai sind eine große Differenz, sieben Punkte im Oktober sind zu wenig", sagte der Münchner Trainer und fügte hinzu: "Im Oktober ist noch niemand Meister geworden."

Seine Stars versprechen dem perfektionistischen Coach, keinen Deut nachzulassen. "Wir müssen von Anfang an konzentriert spielen, dann wird es nur einen Sieger geben", sagte Kapitän Philipp Lahm. Mit Blick auf das Arsenal-Spiel wird Guardiola in Frankfurt sicherlich rotieren, wenngleich längst nicht alle Akteure fit sind.

Dass die Wechsel den großen Auftritten keinen Abbruch tun, zeigte zuletzt wieder eindrucksvoll die Machtdemonstration in Wolfsburg. "Die erste Halbzeit in Wolfsburg haben wir Wahnsinn gespielt", musste selbst der stets kritische Guardiola gestehen. Aber: "Perfektion existiert nicht."

In Frankfurt ist die Vorfreude auf das Gastspiel der Bayern dagegen spätestens seit der Pokal-Blamage beim Drittligisten Erzgebirge Aue verflogen. Ängstlich, harmlos und völlig verunsichert präsentierten sich die Hessen am Dienstagabend. Auch in der Liga gab es zuletzt nur einen Sieg aus sechs Spielen - als Tabellenzwölfter hinkt die Eintracht den eigenen Erwartungen meilenweit hinterher.

Frankfurts Trainer Armin Veh rief angesichts der sportlichen Talfahrt erst einmal den Abstiegskampf aus. "Wir werden darum kämpfen, dass wir drei Mannschaften hinter uns lassen", sagte Veh am Donnerstag. "Dafür werde ich alles tun." Ein Rücktritt wie im vergangenen Jahr beim VfB Stuttgart komme für ihn nicht infrage. "Das kann ich ausschließen", sagte der Eintracht-Coach.

Große Hoffnungen auf eine schnelle Wende macht sich Veh gegen die Bayern aber nicht. "Natürlich wollen wir gewinnen", sagte Veh. "Aber es ist im Moment nicht sonderlich realistisch." Seiner Mannschaft fehle es einfach an Selbstvertrauen, zu viele Spieler würden ihrer Normalform hinterherhinken. Charakterschwäche wollte er seinen Profis aber nicht vorwerfen. "Man muss zwischen Charakter und Siegermentalität unterscheiden", sagte Veh. Den Bayern fehlt es in dieser Saison bislang an beidem nicht.

dpa

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