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Bayern mit "Vollgas" gegen kecke Gladbacher

Fußball Bayern mit "Vollgas" gegen kecke Gladbacher

Nach dem Sieg in Glasgow möchten die Mönchengladbacher nur zu gerne das machen, was sie zuletzt besonders gut konnten: den großen FC Bayern ärgern. Die Münchner stehen nach zwei Liga-Remis unter Druck. Ancelotti möchte es nicht wie Louis van Gaal machen.

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Carlo Ancelotti warnt sein Team vor Borussia Mönchengladbach.

Quelle: Sven Hoppe

München. Nach der Rückkehr zum Mia-san-Mia-Fußball wollen sich die Bayern nicht schon wieder von Gladbach ärgern lassen. Mit dem Schwung vom 4:1 in der Champions League soll jetzt in der Fußball-Bundesliga gegen die Königsklassen-Kollegen vom Niederrhein weiter gesiegt werden.

"Ich kenne die Vergangenheit der Spiele zwischen Bayern und Gladbach. Bayern hat es immer schwer gehabt", erinnerte Ancelotti vor dem Klassiker am Samstag. "Deswegen müssen wir eine sehr gute Leistung abrufen und mit einer sehr hohen Intensität spielen."

Die Mönchengladbacher Punktediebe sind seit vier Bundesligaspielen gegen Bayern ungeschlagen, gewannen seit 2011 zwei von fünf Partien an der Isar. Statistisch war es zuletzt "der schwierigste Gegner in der Bundesliga", warnte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sogar. Es gelte, auch "in der Liga auf die Siegerstraße zurückzukehren". Nach dem 1:1 gegen Köln und dem 2:2 in Frankfurt konnten die Münchner durch den Erfolg gegen die PSV Eindhoven ersten Ärger abfedern.

Der Blick auf die jüngsten Ergebnisse gegen den Rekordchampion und das 2:0 bei Celtic Glasgow macht den Gladbachern Mut. "Wir haben gegen Bayern immer gut ausgesehen", sagte Sportdirektor Max Eberl. "Wir wollen versuchen, etwas aus München mitzunehmen." Allein auf der erfolgreichen Vergangenheit basiert für Keeper Yann Sommer die Chance in der Festung Allianz Arena nicht. "Unsere Bilanz gegen Bayern ist gut, aber das bringt uns nichts", sagte der Schlussmann. "Wenn es uns gelingt so zu verteidigen wie gegen Celtic, haben wir eine Chance."

Der Schweizer Sommer kassierte einst mit dem FC Basel eine 0:7-Schlappe in München, ärgerlich sind aber auch die Erinnerungen von Manuel Neuer an die Borussia. Im Trikot des FC Schalke 04 und des FC Bayern unterliefen dem Welttorhüter schon viermal Patzer gegen die Fohlen-Elf. Zuletzt ließ er beim 0:2 im März 2013 einen Ball des aktuell verletzten Raffael durch die Hände rutschen.

Drei Bundesligaspiele in Serie ohne Sieg gab es für Bayern zuletzt im Jahr 2010 unter Louis van Gaal; das will Ancelotti vermeiden. "Ich hoffe, wir sind wieder auf dem richtigen Weg", sagte auch Torjäger Robert Lewandowski. Er traf gegen den niederländischen Meister wie auch Thomas Müller, der in der Bundesliga noch ohne Saisontor ist. "Vollgas" werde die Mannschaft gegen Gladbach spielen, versprach der Weltmeister. "In der Tabelle sieht es zwar ganz gut aus, aber die Gegner sind uns eng auf den Fersen."

Das Spiel gegen Frankfurt sei abgehakt, versicherte Ancelotti. "Die Spieler haben verstanden, wie sie sich verhalten müssen." Vom Nachlegen will Neuer nicht sprechen. "Ich würde eher sagen vorlegen. Wir haben in den letzten Spielen was liegen lassen und dementsprechend müssen wir erstmal wieder was vorlegen und zeigen, dass wir der FC Bayern sind", betonte der DFB-Kapitän.

Bei den Bayern fehlt nur der verletzten Franck Ribéry. Dagegen hadern die Gladbacher ein wenig mit der personell angespannteren Situation. "Wir hätten gerne drei, vier Spieler mehr, um die Belastung zu verteilen", sagte Eberl. Thorgan Hazard fällt als weiterer Leistungsträger aus. Beim Abschlusstraining waren seine Knieprobleme schlimmer geworden. Dafür kehrt Mittelfeldakteur Fabian Johnson in den Kader zurück. "Offensiv haben wir trotz der Ausfälle genug Qualität, um Tore zu erzielen - auch das hat das Spiel in Glasgow gezeigt", sagte Trainer André Schubert am Freitagnachmittag.

Im April gab es ein 1:1 in München - eines der wenigen Auswärtshighlights der Borussia. Nur ein Sieg steht in den jüngsten 14 Bundesliga-Partien im gegnerischen Stadion für das Team von Schubert zu Buche. "Wir fahren gestärkt nach München. Wir haben gezeigt, dass wir es auswärts doch können", versicherte Champions-League-Torschütze André Hahn. "Auch Bayern ist schlagbar."

dpa

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