Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Bayern nicht zu stoppen: Mit Rekord an die Spitze

Fußball Bayern nicht zu stoppen: Mit Rekord an die Spitze

Für Bayern-Kapitän Philipp Lahm war der eingestellte Uralt-Rekord des Hamburger SV ein Stück "deutsche Fußball-Geschichte". Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge schwelgte in höchsten Tönen - nur dem Trainer war die Bestmarke von 36 ungeschlagenen Bundesligaspielen in Serie egal.

Voriger Artikel
Boatengs Berlin-Rückkehr bringt Schalke Stolz zurück
Nächster Artikel
Nowitzki nach Sieg: Können mit jedem mithalten

Erleichterung: Nach dem hart erkämpften 2:1 in Hoffenheim bedanken sich die Bayern artig bei ihren Fans.

Quelle: Uwe Anspach

Sinsheim. Pep Guardiola hatte nach dem mühevollen 2:1 (1:1)-Sieg bei 1899 Hoffenheim ganz andere Sorgen. "Es war nicht unsere beste Performance. Nicht alles lief optimal, daher werden wir unsere Spielweise korrigieren müssen", mäkelte der Spanier.

Auch Rummenigge hatte in der Ehrenloge der mit 30 150 Zuschauern ausverkauften Rhein-Neckar-Arena erkannt: "Das war heute eine schwere Geburt." Doch für den Bayern-Boss stand die erneut untermauerte Gewissheit im Vordergrund, dass die Mannschaft dank ihrer Qualität "auch Rückstande drehen kann. Wir wollten Tabellenführer bleiben, das ist uns gelungen. Und wir haben einen Rekord eingestellt, der für die Ewigkeit gedacht war. Jetzt werden wir versuchen, diesen in der nächsten Woche auszubauen", sagte Rummenigge.

Seit dem 1:2 gegen Bayer Leverkusen am 28. Oktober 2012 ist der Triple-Sieger gegen nationale Konkurrenz nun schon unbezwungen. "Was die Mannschaft geleistet hat, ist sensationell", lobte Rummenigge. Für Lahm ist die Einstellung der Bestmarke, die der HSV zwischen 1982 und 1983 aufgestellt hatte, "absolut etwas Besonderes. Man nimmt sich nicht vor, Rekorde zu brechen. Aber wenn es passiert, ist es schön."

Der als Perfektionist bekannte Guardiola sieht sich trotz der Erfolgsserie jedoch noch lange nicht am Ziel. Denn anders als in der Champions League, wo die Bayern an diesem Dienstag bei Viktoria Pilsen bereits das Achtelfinale klarmachen können, lässt sein Starensemble auf nationalem Terrain die Leichtigkeit vermissen. "Wir müssen uns in der Bundesliga verbessern. Das ist ein guter Test für mich", erklärte Guardiola.

Schon in Hoffenheim musste er sein taktisches Konzept ändern, weil die Hausherren dem Favoriten lange Paroli boten. "Wir sind stolz, die Bayern so in Bedrängnis gebracht zu haben. Es wäre ein super Tag gewesen, wenn wir einen Punkt geholt hätten", befand TSG-Trainer Markus Gisdol.

Nach der durch einen eklatanten Fehler von Nationaltorwart Manuel Neuer begünstigten Führung durch Niklas Süle (34. Minute) lag sogar eine Überraschung in der Luft. "Den habe ich mir selber reingehauen. Ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte", räumte Neuer ein. Mario Mandzukic (39.) mit seinem achten Saisontreffer und Thomas Müller (75.) schossen den Rekordmeister aber noch zum Sieg und an die Tabellenspitze zurück. "Nach dem 0:1 mussten wir richtig arbeiten. Schön, dass die Mannschaft auch arbeiten kann", sagte Lahm.

Für Guardiola steht fest: "Wir müssen und werden uns verbessern, um Meister zu werden." In drei Wochen steht das Topduell mit Herausforderer Borussia Dortmund, der einen Punkt Rückstand aufweist, an. "Der BVB ist eine der weltbesten Mannschaften. Die haben seit fünf Jahren den gleichen Trainer und spielen sehr gut", lobte Guardiola den Gegner. Klingt nach viel Arbeit für den Bayern-Trainer in den kommenden 21 Tagen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer
Finde Bundesliga-Wettquoten und mehr exklusiv bei SmartBets.