Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Belgier-Duo De Ketele/De Pauw siegt

Berliner Sechstagerennen Belgier-Duo De Ketele/De Pauw siegt

Die Belgier Kenny de Ketele und Moreno de Pauw verteidigten beim 105. Berliner Sechstagerennen ihre Führung auch in der letzten Nacht und feierten den Gesamtsieg. Die Lokalmatadoren Roger Kluge und Marcel Kalz wurden Zweite – Kluge gehielt daher seinen Bart.

Voriger Artikel
SC Potsdam schlägt Schwerin mit 3:1
Nächster Artikel
Juve mit 13. Sieg - Neapel bleibt Spitzenreiter

Die Belgier Kenny de Ketele (r.) und Moreno de Pauw ließen sich in der letzten Nacht die Spitze nicht mehr nehmen.

Quelle: Foto: imago

Berlin. Kurz vor Schluss setzten Roger Kluge und Marcel Kalz in der letzten großen Jagd noch einmal alles auf eine Karte, strampelten wie wild in die Pedale. Das Publikum tobte im Velodrom, das Trillerpfeifenkonzert schwoll zum Orkan an. Aber es reichte nicht mehr. Die Lokalmatadoren mussten sich am Ende des 105. Berliner Sechstagerennens Dienstagnacht den Belgiern Kenny de Ketele und Moreno de Pauw geschlagen geben. Das Duo, das in diesem Winter bereits bei den Sixdays in London gewonnen hatte, war mit zwei Runden Vorsprung in die letzte Nacht gestartet. Eine Runde gaben sie noch ab. Dritte wurden die Niederländer Yoeri Havik und Nick Stöpler (zwei Runden zurück).

„Wir mussten ganz schön darum kämpfen, unsere Führung zu verteidigen“, sagte De Ketele erleichtert. „Roger und Marcel haben es uns nicht einfach gemacht und uns ordentlich Schmerzen in den Beinen bereitet. Es waren tolle sechs Tage und wir freuen uns sehr, hier gewonnen zu haben.“

Insgesamt 69 000 Zuschauer im Velodrom

Insgesamt sahen 69 000 Zuschauer das Berliner Sechstagerennen 2016. „Das waren fantastische Sixdays, ich bin total begeistert von dem Event“, so Mark Darbon, Geschäftsführer des Berliner Sechstagerennens, das von den Briten – die auch London wieder salonfähig gemacht hatten, gekauft worden war. Mister Darbon hat große Pläne mit dem Berliner Traditionsrennen, das als ältestes Sechstagerennen der Welt gilt. Der smarte Brite will das sportliche Programm für die Zuschauer übersichtlicher gestalten, das Showprogramm ausbauen und das Rennen wieder ins Fernsehen bringen. „Das ist mein großer Plan“, sagte er. Außerdem könne er sich vorstellen, dass noch mehr namhafte Straßenprofis wieder den Weg auf die Holzpiste im Velodrom finden.

Kluges Ziel ist Olympia

Für den gebürtigen Eisenhüttenstädter Kluge ist das keine Frage. Dem am morgigen Freitag 30 Jahre alt werdenden Radprofi vom Schweizer IAM-Cycling-Team war es zwar nicht vergönnt, nach 2011 und 2013 seinen dritten Gesamtsieg in Berlin zu feiern, aber der Tour-de-France-Teilnehmer hat in diesem Jahr auf der Bahn noch eine Menge vor. Er will in Rio zum dritten Mal an den Olympischen Spielen teilnehmen. Nach Silber 2008 in Peking im Punktefahren und Rang vier 2012 in London im Omnium möchte er sich in diesem Vielseitigkeitswettbewerb erneut um olympische Lorbeeren über den Rennlenker beugen. „Rio ist ganz klar mein Ziel“, sagte Kluge, der seinen Bart behalten durfte. Nach einer Wette wollte er ihn im Siegfall abrasieren. Ob er im März in London an der Bahn-WM teilnimmt, stehe noch nicht fest. Fest eingeplant sei aber, dass er bei den Frühjahrsklassikern auf der Straße wie Mailand – San Remo oder Paris – Roubaix antritt.

Robert Förstemann vom Track Team Brandenburg sicherte sich den vierten Gesamtsieg bei den Sprintern mit 90 Punkten knapp vor seinem Cottbuser Teamkollegen Erik Balzer (88). Auch bei den Stehern triumphierte ein Brandenburger: der deutsche Meister Stefan Schäfer aus Forst mit Schrittmacher Peter Bäuerlein.

Von Peter Stein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer