Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Berlin Volleys wollen wieder Meister werden

Volleyball Berlin Volleys wollen wieder Meister werden

Nach der Finalniederlage in der vergangenen Saison streben die Berlin Volleys in der kommenden Volleyball-Bundesliga-Saison 2015/16 wieder den Titel an. Dafür haben die Hauptstädter ihren Etat auf zwei Millionen Euro erhöht.

Voriger Artikel
Keine DFB-Anzeige gegen Zwanziger - Niersbach verteidigt
Nächster Artikel
FIFA-Wahl: Hintertür für Platini - neues Beben möglich

Manager Kaweh Niroomand (l.) und Kapitän Robert Kromm.

Quelle: Foto: dpa

Berlin. Hoch über den Dächern der Hauptstadt lässt es sich trefflich über hohe Ziele philosophieren. Wenngleich am Dienstagmittag tief hängende Wolken die Sicht trübten, nahm Kaweh Niroomand in der Bar des Berliner Fernsehturms große sportliche Ziele fest ins Visier. Der Manager will mit seinen Berlin Recycling Volleys in der am Sonntag (16 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Bühl beginnenden Bundesligasaison am Ende wieder ganz oben stehen. „Nach drei Titeln in Folge und der Vizemeisterschaft in der letzten Saison wollen wir die Meisterschaft zurückholen“, machte der Volleyball-Visionär seine hohen Ambitionen deutlich, obwohl es in der Mannschaft einen großen Umbruch gab bis hin zum neuen Trainer Roberto Serniotti aus Italien.

Der Etat wurde auf zwei Millionen Euro erhöht

Weil kleckern den Hauptstädtern fremd ist, wird geklotzt, was Sponsoren, Förderer und Zuschauer hergeben. Die Berliner sind mit ihren Fans Europas Nummer eins, wollen in der neuen Saison 5000 Zuschauer im Schnitt in die Max-Schmeling-Halle locken, der sie längst den Beinamen Volleyball-Tempel verpasst haben. Und: Der Etat wurde auf zwei Millionen Euro aufgestockt. Laut Niroomand habe Dauerrivale und Titelverteidiger VfB Friedrichshafen gar 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Männer vom Fernsehturm sind in den letzten Jahren in der Tat zu einem Leuchtturm in Sachen Volleyball geworden, nicht zuletzt dank der Ausrichtung des Final Four-Turniers in der Champions League im Frühjahr und dem dortigen dritten Platz.

International werden Serniottis Jungs in der kommenden Saison ebenso angreifen. Aber Niroomand sprach von den Top sechs in Europa und warnte zugleich: „Erst einmal müssen wir die sehr starke Vorrunde überstehen, wollen Zweiter werden. Danach schauen wir von Runde zu Runde und hoffen ein wenig auf Losglück.“

Fünf Neuzugänge und ein neuer Trainer

Coach Serniotti setzt weniger auf Glück, denn auf harte Arbeit. Der neue Kapitän Robert Kromm, der seit drei Jahren bei den Volleys aufschlägt und seinen Vertrag gerade noch einmal um drei Jahre verlängert hat, zeigte sich begeistert vom Trainer: „Nach den Erfolgen der letzten Jahre war die Zeit sicher reif für einen Umbruch. Serniotti hat neue Impulse gesetzt, sowohl hinsichtlich der Taktik als auch in der Technik. Wir arbeiten an einem festen System. Er ist auf dem besten Wege, aus uns eine bessere Mannschaft zu machen.“

Dabei habe Serniotti in den acht Wochen Vorbereitung nie den kompletten Kader zur Verfügung gehabt. Doch der Italiener machte aus der Personalnot eine Tugend. „So konnte ich mit jedem individueller arbeiten und ihm meine Philosophie beibringen. Natürlich war das auch anstrengender, aber die Jungs haben gut mitgezogen“, schätzte Serniotti ein, der mit den hohen Erwartungen des Vereins umzugehen weiß. „Deshalb habe ich sofort aus dem Bauch heraus zugesagt. Klar, wir wollen wieder Meister werden“, wiederholte er seinen Manager.

Mittelblocker Nicolas Le Goff – einer von fünf Neuzugängen – stößt erst am Donnerstag zur Mannschaft, nachdem er am Sonntag mit Frankreich noch Europameister wurde. „Wir haben einige Siegertypen in der Mannschaft. Wenn wir eine homogene Truppe werden, sollte es sportlich klappen“, zeigte sich Kromm überzeugt und schaute aus dem Fenster in 203 Metern Höhe über die Dächer von Berlin. „Nun wird es Zeit, dass die Bundesliga endlich losgeht.“ Die Schmeling-Halle war im Grau des Tages gerade noch zu erkennen.

Von Peter Stein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer