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Blatter-Verfahren: Zico fordert "Klarstellungen"

Fußball Blatter-Verfahren: Zico fordert "Klarstellungen"

FIFA-Präsidentschaftskandidat Zico sieht nach dem Strafverfahren gegen Weltverbandschef Joseph Blatter die Ethikkommission in der Pflicht.

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Zico fordert von der FIFA-Ethikkommission Klarstellungen.

Quelle: Walter Bieri

Berlin (dpa) - Nach der Einleitung eines Strafverfahrens gegen FIFA-Chef Joseph Blatter hat der frühere brasilianische Nationalspieler Zico von der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes "sofortige Klarstellungen" verlangt.

"Vor allem deshalb, weil es den UEFA-Präsidenten und Vorkandidaten für die FIFA-Präsidentschaft, Michel Platini, betrifft", schrieb das einstige Idol in einem offenen Brief auf seiner Facebook-Seite. "Die FIFA-Ethikkommission kann sich nicht ihrer Verantwortung entziehen!"

Der 62-Jährige erinnerte daran, dass das Gremium in der Vergangenheit bereits - "ohne dazu überhaupt von staatlichen Behörden angetrieben worden zu sein" - Schritte gegen andere Mitglieder des Exekutivkomitees wie Jack Warner und Mohamed bin Hammam unternommen habe. Die beiden Funktionäre waren 2011 nach Bestechungsvorwürfen suspendiert worden.

Die Ethikkommission müsse "mit großer Transparenz handeln und alle ihre Verfahren öffentlich machen, damit die Reformen und Wahlen der FIFA nicht durch Korruptionsverdacht verschmutzt werden", schrieb Zico weiter. Er bemüht sich wie Platini um Blatters Nachfolge im Februar als FIFA-Präsident. Ihm werden bislang aber nur wenig Chancen eingeräumt.

Am Freitag hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft mitgeteilt, gegen Blatter "ein Strafverfahren wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie - eventualiter - wegen Veruntreuung eröffnet" zu haben. Zudem war Platini "als Auskunftsperson von Vertretern der Bundesanwaltschaft einvernommen" worden.

Dabei ging es um eine Zahlung Blatters von zwei Millionen Franken an den Präsidenten der Europäischen Fußball-Union im Jahr 2011 für geleistete Dienste zwischen 1999 und 2002.

Blatter und Platini hatten am Montag nochmals betont, nichts Illegales getan zu haben. Der Schweizer Blatter hatte sich vor FIFA-Mitarbeitern in Zürich geäußert. Wenig später erklärte sein früherer Intimus Platini in einem in drei Sprachen verschickten Brief an die europäischen Mitgliedsverbände, sich wegen umstrittener Millionen-Zahlungen durch Blatter der FIFA-Ethikkommission stellen zu wollen.

Der Franzose galt bisher als Topfavorit für die Nachfolge Blatters. Die Präsidenten-Wahl soll auf einem außerordentlichen Wahlkongress am 26. Februar stattfinden. Blatter hatte am Montag mitgeteilt, dass er bis dahin im Amt bleiben wolle.

Weiterhin unklar blieb, wann die Ethikkommission des Weltverbandes Ermittlungen und mögliche Konsequenzen gegen den eigenen Präsidenten oder Platini publik macht. Eine Suspendierung Blatters hätte den vorzeitigen Amtsverlust des 79-Jährigen zur Folge.

dpa

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