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Böse Neujahrsüberraschung: Allendorf nicht zur Handball-EM

Handball Böse Neujahrsüberraschung: Allendorf nicht zur Handball-EM

Schlimmer kann es für Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson vor der EM in Polen nicht mehr kommen. Jetzt fallen auch noch die Ersatzspieler der Stammkräfte aus. Dennoch behält der Isländer seinen Optimismus, er will improvisieren.

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Auch Michael Allendorf verpasst die Handball-EM.

Quelle: Sebastian Kahnert

Leipzig. Bundestrainer Dagur Sigurdsson hat zum Start ins neue Jahr eine böse Überraschung erlebt. Am Tag des Wiedertreffens mit seinem Team musste er zwei Wochen vor der Europameisterschaft in Polen die nächste Hiobsbotschaft verarbeiten.

Michael Allendorf vom Bundesligisten MT Melsungen verletzte sich. Pikant: Der Linksaußen sollte eigentlich den ebenfalls verletzten Kapitän Uwe Gensheimer im EM-Kader ersetzen. Nun fallen also schon die Ersatzspieler der Stammkräfte aus. So muss der isländische Coach vor den drei Testspiele gegen Tunesien am Dienstag in Stuttgart sowie am Wochenende in Kassel und Hannover gegen Island erneut improvisieren.

Linksaußen Allendorf muss wegen eines Sehnenabrisses an der Hüftmuskulatur mindestens vier Wochen pausieren, teilte der Deutsche Handballbund am Samstag mit. So wird Sigurdsson seine Turniervorbereitung mit 16 statt 17 Spielern fortsetzen. "Der Ausfall von Michael Allendorf ist bitter, aber wir werden in Ruhe die weitere Entwicklung abwarten", erklärte der Bundestrainer.

Zuvor reduzierte sich sein Kader schon wegen der Verletzungen von Gensheimer (Muskelfaserriss in der Wade und Achillessehnenreizung), Patrick Groetzki (Wadenbeinbruch) und Patrick Wiencek (Kreuzbandriss). Nach dem doppelten Ausfall auf der linken Außenseite ist der Kieler Rune Dahmke, der zuletzt beim Lehrgang in Berlin wegen einer Sprunggelenksverletzung noch nicht am Training teilgenommen hatte, der einzige gelernte Linksaußen.

"Bis zum EM-Start haben wir noch zwei Wochen Zeit und hoffen, dass Rune Dahmke wieder voll angreifen kann. Aus unserem Team heraus werden wir weitere Lösungen entwickeln", meinte Sigurdsson, der vor Wochenfrist betonte: "Deutschland ist die beste Nation, um solche Verletzungen zu kompensieren".

An den EM-Zielen will der Isländer festhalten: "Wenn es gut läuft, und ich sehe keinen Grund, warum wir nicht gut Handball spielen sollen, dann ist vielleicht etwas möglich nach oben." Trotz des Gruppensieges in der Qualifikation kam sein Team bei der Auslosung nur aus Topf drei. Das bedeutet laut Trainer Platz neun bis zwölf. "Jetzt gibt es ein paar Ausfälle, und natürlich kann das nach hinten losgehen. Aber wir werden versuchen, unsere Platzierung da zu verteidigen", meinte Sigurdsson, der sein Team am Samstag zur unmittelbaren Vorbereitung versammelte.

Nach den drei Testspielen in der nächsten Woche spielt die DHB-Auswahl vom 15. Januar an in der Vorrundengruppe C in Breslau gegen Spanien, Schweden und Slowenien um die Einzug in die Hauptrunde.

dpa

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