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Borussia nach Bayern-Coup zum "Endspiel" bei ManCity

Fußball Borussia nach Bayern-Coup zum "Endspiel" bei ManCity

Champions League ade, Europa League im Visier: Gladbach kann in Manchester den Umzug in den "kleinen" Europapokal sichern. Der Bundesliga-Dritte geht nach dem Bayern-Coup mit breiter Brust in das letzte Duell

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Die Gladbacher beim Abschlusstraining in Manchester.

Quelle: Peter Powell

Manchester. Nach der Gala gegen die Bayern will Borussia Mönchengladbach den Euro-Coup auf der Insel landen. Beim englischen Vizemeister Manchester City steht für den Bundesliga-Dritten am Dienstag das Endspiel ums Überwintern im europäischen Wettbewerb an.

Das klare 3:1 gegen den Rekordmeister aus München hat das Selbstbewusstsein deutlich steigen lassen. "Wir wollen in Manchester was holen und nächstes Jahr weiterhin europäisch spielen. Das haben wir verdient", meinte Linksverteidiger Oscar Wendt.

Auch Torhüter Yann Sommer betonte, dass man reichlich Selbstvertrauen getankt habe. "Das wird zwar ein sehr schweres Spiel für uns. Aber wir haben aus dem Bayern-Spiel mitgenommen, dass wir gegen die beste Mannschaft der Welt dagegenhalten können. Wir wollen Europa zeigen, dass wir bereit sind."

Dabei haben es die am Montag gen England gestarteten Borussen in eigener Hand und können mit einem Sieg den dritten Gruppenplatz perfekt machen. Mit fünf Punkten stehen die Gladbacher auf Rang drei, der FC Sevilla rangiert mit zwei Punkten dahinter auf Platz vier. Gewinnen die Spanier gegen Juventus Turin nicht, steht Mönchengladbach für Februar als Europa-League-Starter fest. Ein Remis würde den Gladbachern bei gleichzeitigem Sieg Sevillas nicht reichen, da die Andalusier den direkten Vergleich gewonnen haben (3:0, 2:4).

Allerdings warnt Borussia-Kapitän Granit Xhaka davor, zu glauben, man könne nach dem Bayern-Sieg automatisch auch das nächste Topteam bezwingen. "Das wird noch mal ein ganz anderes Spiel. Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, zu denken, wir können jede Mannschaft schlagen, ohne etwas dafür tun zu müssen", sagte der Schweizer.

Auch Fabian Johnson, einer der Torschützen gegen die Bayern, erinnerte an die Klasse der Millionen-Elf aus Manchester: "Da müssen wir wieder Vollgas geben." Schließlich ging das Heimspiel gegen die Engländer vor zwei Monaten - wenn auch unglücklich - mit 1:2 verloren. "Da haben wir schon eindrucksvoll gezeigt, dass wir gegen Manchester mithalten können", befand Sportdirektor Max Eberl.

Für Coach André Schubert war es in bislang 15 Pflichtspielen die einzige Niederlage. Somit hat der Borussia-Coach noch eine kleine Rechnung mit den bereits für das Achtelfinale qualifizierten Engländern offen. Doch zunächst bemüht sich der Trainer, der gegen die Bayern mit einer kaum erprobten Dreier-Abwehrkette überraschte, steigende Erwartungen im Umfeld zu dämpfen. Schubert: "Wir dürfen jetzt nicht den Boden unter den Füßen verlieren. Die Mannschaft hat gegen Bayern ein tolles Spiel abgeliefert, doch wir haben auch das nötige Glück gehabt."

Ob der Coach erneut auf die defensive Dreierkette setzt, ließ er am Montag noch offen. Schubert erwartet aber keinen Gegner, der wegen der bereits geschafften Achtelfinal-Qualifikation mit angezogener Handbremse spielen wird. "Ich bin sicher, dass Manchester alles versuchen wird, das Spiel zu gewinnen. Schließlich geht es für sie noch um den Gruppensieg."

Bestbesetzung kann der Tabellendritte der Premier League aber schon wegen einer Reihe verletzter Spieler nicht bieten. Am Wochenende unterlag das Team um den Ex-Wolfsburger Kevin De Bruyne zudem 0:2 bei Stoke City. Die Gladbacher müssen weiter auf sechs Spieler verzichten, auch Ibrahima Traoré ist wegen seiner Oberschenkelprobleme noch nicht wieder fit. Für Eberl kein Problem. "Jetzt soll die Mannschaft alles raushauen, was sie hat."

Voraussichtliche Aufstellungen:

Manchester City: Hart - Sagna, Demichelis, Otamendi, Kolarov - Delph, Fernandinho - De Bruyne, Silva, Sterling - Bony

Borussia Mönchengladbach: Sommer - Elvedi, Christensen, Nordtveit - Korb, Dahoud, Xhaka, Johnson, Wendt - Stindl, Raffael

Schiedsrichter: Makkelie (Niederlande)

dpa

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