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Boston Red Sox gewinnen World Series im Baseball

Baseball Boston Red Sox gewinnen World Series im Baseball

Sie wollten eigentlich diese Saison ein neues Team aufbauen - und sind auf dem Weg dorthin überraschend Meister geworden. Die Boston Red Sox haben ein unglaubliches Jahr in der Major League Baseball (MLB) mit dem Titel gekrönt.

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Die Fnas waren auf dem Weg aus dem Fenway Park nicht mehr zu halten.

Quelle: Dominick Reuter

Boston. Das Traditionsteam aus Massachusetts gewann die sechste Partie der World Series gegen die St. Louis Cardinals 6:1 und entschied somit die Finalserie mit 4:2 für sich. "Das ist ein großartiger Erfolg für ein großartiges Team", jubelte Pitcher John Lackey.

Mit ihm feierten Zehntausende Fans im Fenway Park sowie außerhalb des ältesten amerikanischen Baseball-Stadions. Denn diese dritte Championship seit 2004 und achte der Vereinsgeschichte ist historisch: Erstmals seit 1918 sind die Red Sox wieder daheim Meister geworden. Bei den Titeln 2004 und 2007 gelangen die entscheidenden Siege in St. Louis und Colorado. Diesmal hingegen wurde der Fenway Park zum Epizentrum der Emotionen.

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Pitcher Koji Uehara sichert im neunten Inning den Sieg, David Ross lässt ihn hochleben.

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"Ich versuche immer noch, das alles zu verarbeiten. Das fühlt sich irgendwie so unwirklich an", sagte Red Sox-Trainer John Farrell. Als Liga-Commissioner Bud Selig den jubelnden Spielern die Meister-Trophäe überreichte und das Feuerwerk in den Bostoner Nachthimmel stieg, schaute Farrell ebenso ungläubig wie viele Fans. Mit diesem Titel hatte niemand gerechnet. Warum auch? Im Vorjahr gewannen die Red Sox nur 69 ihrer 162 Vorrundenspiele und wiesen die schlechteste Bilanz seit 1965 auf.

Als Farrell Mitte Oktober 2012 als Nachfolger des entlassenen Bobby Valentine vorgestellt wurde, ging es vor allem darum, 2013 ein Team auf den Platz zu schicken, mit dem sich die ebenso treuen wie enttäuschten Fans wieder identifizieren konnten. Und obwohl die Red Sox mit 97 Siegen zusammen mit St. Louis die beste Vorrundenbilanz aufwiesen und erstmals seit 2009 wieder die Playoffs erreichten, galten eher die Detroit Tigers und Los Angeles Dodgers als Favoriten.

"Wir hatten nicht das Talent wie die Teams 2004 und 2007", betonte David Ortiz. "Aber jeder bei uns war unglaublich fokussiert. Und wenn du mit solch einer Gruppe den Titel holst, ist das etwas ganz besonderes", so der Power-Hitter, der zum wertvollsten Spieler (MVP) der Finalserie gewählt wurde. "Dies ist für dich, Boston", rief Ortiz ins Publikum und hielt demonstrativ die Trophäe in die Höhe. Er weiß wie jeder andere im Team, was die Massachusetts-Metropole in den vergangenen sechs Monaten durchgemacht hat. Die Bombenanschläge am 15. April im Zielbereich des Boston-Marathons hatten drei Menschen das Leben gekostet und mehr als 260 weitere schwer verletzt.

Die MLB-Saison hatte gerade begonnen, als eine von Amerikas Baseball-Hochburgen über Wochen Trauer trug. "Boston Strong" wurde seit dem Attentat zu einem Inbegriff für den Zusammenhalt der Menschen in der Stadt. Ein riesiges "B Strong"-Zeichen hatte der Greenkeeper des Fenway Parks in den Rasen gemäht. Bereits wenige Minuten nach Spielschluss versammelten sich einige hundert Fans knapp zwei Kilometer vom Stadion entfernt an der Ziellinie des Boston-Marathons und skandierten stolz "Boston Strong".

dpa

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