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Gigantomanie in Rio

Olympia-Volunteer blickt hinter die Kulissen Gigantomanie in Rio

Nadine Bieneck, Mitarbeiterin der MAZ-Sportredaktion, ist bei den Olympischen Spielen in Rio als Volunteer hautnah dabei. Sie berichtet regelmäßig von ihren Erlebnissen, der Arbeit und den Zusammentreffen mit den Stars. Teil 5: Gigantisch

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Volunteers bei den Olympischen Spielen in Deutschland: Nadine (links) und Elisa.

Quelle: Privat

Rio de Janeiro. Alles an diesen Spielen, dieser Stadt, ist gigantisch. Die Spielstätten - gigantisch, die Menschenmassen, die sich durch die Stadt wälzen - gigantisch, die Lautstärke in den Stadien und Arenen, auf der Straße, in den Zügen - gigantisch... auch die Wartezeiten, egal wo - gigantisch. Es gilt, immer mindestens eine halbe bis eine Stunde Puffer einzuplanen, möchte man pünktlich sein. Nach fast zweieinhalb Wochen in der Stadt hat man sich aber ganz gut angepasst und schwimmt mit im Strom dieser Stadt.

Mit ausreichend Vorlauf auf #Rio2016 nach Brasilien gereist habe ich inzwischen soviel von der Stadt gesehen, dass ich mich voll auf die Spiele und meine Einsätze als Volunteer konzentrieren kann. Als Teil des Pressetribünen-Teams im Olympiastadion ist es unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Medienvertreter optimale Bedingungen haben, um über alle Ereignisse aus dem Stadion in die Welt hinaus zu berichten.

Zwei Spieltage der Fußballvorrunde haben wir bereits im Olympiastadion von Rio de Janeiro erlebt und begleitet. Erwartungsgemäß erzeugten diese Spiele noch nicht das Überinteresse wie ein Finale. Die Anzahl der Medienvertreter vor Ort war überschaubar, das Zuschauerinteresse war teilweise allerdings riesig, das Stadion fast voll. Diese Brasilianer sind wirklich fußballverrückt, das war unüberhörbar. Man merkt, dass auch für alle Olympia-Teilnehmer dieses Turnier etwas ganz besonderes ist. So traf ich einen Schiedsrichter, der vor seinem Spiel unbedingt einen Eindruck vom Stadion und dem vorausgehenden Spiel erhaschen wollte und mit glänzenden Augen auf der Tribüne stand und die Atmosphäre genoss.

Am Freitag (12.08.) beginnen endlich die Leichtathletikwettkämpfe. Sie gehören unbestritten zu den Königsdisziplinen Olympias. Dementsprechend groß ist das Interesse an diesen Wettkämpfen, sowohl was die Zuschauer, als auch die Medienvertreter betrifft. Mehrere tausend Journalisten und Fotographen sind für die Leichtathletik-Wettkämpfe akkreditiert, vom TV ganz zu schweigen. Für unser Team heißt das, wir werden uns nicht langweilen. Am Mittwoch gab es für uns daher ein entsprechendes Venue-Training (Venues werden die unterschiedlichen Wettkampfstätten, die sich über ganz Rio verteilen, genannt). Das war ebenso interessant wie hilfreich, da die Volunteers für #Rio2016 aus aller Welt kommen und oft in den Bereichen, in denen sie eingesetzt werden, noch gar keine oder nur wenig Erfahrungen haben. (Ich profitiere dabei von meiner jahrelangen Erfahrung im Medienbereich, die es mir hier vor Ort um vieles leichter macht und wovon hoffentlich wir alle Beteiligten noch etwas haben :-).

Training im Olympiastadion Rio de Janeiro.

Quelle: Privat

Zum Abschluss unseres Trainings besichtigten wir die Mixed Zone und das "Field of Play". Die Athleten trainieren bereits im Stadion, und überhaupt - auch dieses Erlebnis: gigantisch!

Von Nadine Bieneck

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