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Olympia: 6-Tore-Sieg für DFB-Frauen

Frauenfußball Rio Olympia: 6-Tore-Sieg für DFB-Frauen

Das Finale im Maracanã-Stadion ist das große Ziel der DFB-Frauen bei Silvia Neids letztem Auftritt als Bundestrainerin. Das 6:1 zum Auftakt des Olympia-Turniers gegen Simbabwe ist ein erster Schritt in diese Richtung - den die Deutschen aber teuer bezahlen müssen. Auch Tabea Kemme aus Potsdam hatte ihren Einsatz.

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Alexandra Popp und ihre Teamkolleginnen jubeln.

Quelle: dpa

São Paulo. Die deutschen Fußball-Frauen haben ihre olympische Gold-Mission mit dem erhofften Pflichtsieg begonnen. Gegen Außenseiter Simbabwe gewann die DFB-Auswahl am Mittwoch (Ortszeit) in São Paulo mit 6:1 (2:0). Sara Däbritz (22./83.) und Alexandra Popp (36.) per Kopf, Melanie Behringer (53./78.) und Simbabwes Eunice Chibanda mit einem Eigentor (90.) trafen zum verdienten Sieg. Die Freude wurde aber durch die Verletzung von Mittelfeldspielerin Simone Laudehr getrübt.

Führung in Gruppe F

Mit dem hart erarbeitet Auftakterfolg vor etwa 20 000 Zuschauern machte die DFB-Auswahl einen ersten Schritt in Richtung des ersehnten Finales im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro. Das Team übernahm die Führung in der Gruppe F des olympischen Frauenfußball-Turniers vor Kanada, das Australien mit 2:0 besiegt hatte. Die Nordamerikanerinnen sind am Samstag nächster Gegner.

Simbabwe spielt robust und leidenschaftlich

Silvia Neid schickte im Auftaktspiel ihres letzten Turniers als Bundestrainerin die gleiche Mannschaft aufs Feld, die zuvor im Testspiel Ghana mit 11:0 besiegt hatte. Die DFB-Elf war gegen den Weltranglisten-93. Simbabwe von Beginn um Spielkontrolle bemüht, tat sich gegen robuste und leidenschaftliche Afrikanerinnen aber schwer.

Simone Laudehr verletzt

Die beiden größten Chancen hatte zunächst Laudehr mit einem Pfostenschuss (6.) und dann nach Vorlage von Anja Mittag (13.). Wenig später musste die 30-Jährige nach einem Tritt auf den Knöchel verletzt ausgewechselt werden, für sie kam Melanie Leupolz (19.).

Selfie-Gruß für MAZ-Leser

Selfie-Gruß für MAZ-Leser: Tabea Kemme (l.) und die Ex-Potsdamerin Anja Mittag in São Paulo.

Quelle: privat

6 Tore für Deutschland

Kurz darauf wurden die Offensivbemühungen der Elf von Silvia Neid belohnt. Nach einer Ecke von Dzsenifer Marozsan traf Sara Däbritz per Kopf (22.), Simbabwes Torhüterin Magwede Lindiwe machte dabei keine gute Figur. Zwei Minuten später hätte Angreiferin Mittag beinahe zum 2:0 getroffen, ihr Schuss wurde abgefälscht.

In der 36. Minute war es dann Stürmerin Alexandra Popp, die nach einer Flanke der eingewechselten Leupolz per Kopf auf 2:0 erhöhte. Simbabwes Torhüterin sah dabei erneut nicht gut aus. Melanie Behringer traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einer weiteren Unsicherheit in der Abwehr Simbabwes nur den Pfosten.

Kurz nach Wideranpfiff erzielte Kudakwashe Basopo den umjubelten Anschlusstreffer für Simbabwe. Torhüterin Almuth Schult konnte einen Schuss nur abklatschen, die Mittelfeldspielerin staubte aus kurzer Distanz ab (50.). Drei Minuten später stellte Behringer mit einem direkt verwandelten Freistoß den alten Abstand wieder her.

Mit einem Foulelfmeter scheiterte Behringer später zunächst an Simbabwes Torhüterin, verwandelte dann aber im Nachschuss (78.). Däbritz traf aus Nahdistanz zum 5:1 (83.), bevor Eunice Chibanda mit einem Eigentor per Kopf den Schlusspunkt setzte (90.).

Tabea Kemme (l), Svenja Huth und die Ex-Potsdamerin Anja Mittag (r)

Tabea Kemme (l.), Svenja Huth und die Ex-Potsdamerin Anja Mittag (r.).

Quelle: privat

Tabea Kemme aus Potsdam hat 20 Minuten gespielt

Tabea Kemme und Svenja Huth sind die einzigen Spielerinnen von Turbine Potsdam im DFB-Team. Kemmes Einschätzung des ersten Gruppenspiels: „20 Minuten Einsatz habe ich noch gekriegt. Wir haben uns teils schwer getan, die Geduld zu bewahren, um den richtigen Pass in das letzte Angriffsdrittel zu spielen. Dennoch sind wir mit dem 6:1 zufrieden und mit 3 Punkten in das Turnier gestartet. Leider noch mit einer Verletzung von Simone Laudehr.“

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Von dpa und MAZ

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