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Sebastian Brendel nach Trainer-Tod geschockt

Tod von Trainer Stefan Henze Sebastian Brendel nach Trainer-Tod geschockt

Wenige Stunden vor seinem Finalrennen teilt Potsdams Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel sein tief empfundenes Beileid zum Tod von Kanu-Trainer Stefan Henze mit. Kanute Brendel ist heute die große Gold-Hoffnung. Er und das Team müssen nun versuchen, sich auf die Entscheidungsturniere zu konzentrieren.

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Kanu-Trainer Stefan Henze starb während der Olympischen Spiele in Rio an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Seinem Team stehen noch wichtige Wettkämpfe bevor.
 

Quelle: dpa

Potsdam. Tief erschüttert reagierte das deutsche Kanu-Team auf den Tod von Slalom-Trainer Stefan Henze aus Halle/Saale, der am Montag an den Folgen seines Verkehrs-Unfalls bei den Olympischen Spielen in Rio im Krankenhaus gestorben war. Wenige Stunden vor seinem Finalrennen teilte auch Potsdams Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel sein tief empfundenes Beileid mit: „Ich bin einfach nur geschockt. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und Freunden“, erklärte der 28 Jahre alte Havelstädter, der am Dienstag erneut die Goldmedaille bei Olympia gewann.

Auch eine Potsdamer Vereinsgefährtin muss noch in die Entscheidung

Familienvater Brendel muss nun diesen „schrecklichen Verlust“, den die gesamte Kanu-Familie und die deutsche Olympia-Mannschaft empfindet, wegstecken und musste versuchen, sich auch auf sein Rennen zu konzentrieren. Keine leichte Aufgabe für Brendel und die anderen Kanuten. Auch seine Vereinsgefährtin vom KC Potsdam, Franziska Weber, musste ebenfalls am Dienstag in die Entscheidung im Kajak-Zweier über 500 Meter. Das deutsche Team wird Henze am Dienstag im olympischen Dorf gedenken.

Alle deutschen Fahnen am Dienstag auf Halbmast

Auf Bitten des DOSB wird das Internationale Olympische Komitee am elften Wettkampftag alle deutschen Fahnen auf halbmast setzen. „Das IOC trauert um einen wahren Olympier. Unsere Anteilnahme gilt der Familie von Stefan Henze, seinen Freunden sowie der gesamten deutschen Olympiamannschaft“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach.

Stefan Henze ist an den Folgen eines Unfalls in Rio gestorben

Stefan Henze ist an den Folgen eines Unfalls in Rio gestorben. Die Trauer ist groß.

Quelle: dpa

Henze hatte am Freitag ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten

Henze hatte bei dem schweren Unfall in einem Taxi am Freitag ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Drei Tage nach dem Verkehrsunfall erlag der 35-Jährige seinen schweren Kopfverletzungen. Der deutsche Olympia-Chefarzt Professor Bernd Wolfarth hatte die schwere Verletzung Henzes bereits am Freitag als lebensbedrohlich beschrieben. Wolfarth hatte sich ständig von den brasilianischen Ärzten im Hospital Miguel Couto, einer neurochirurgischen Spezialklinik im Stadtteil Leblon, unterrichten lassen. Dorthin war Henze nach der Erstversorgung in einem Krankenhaus in Barra nahe der olympischen Wettkampfstätten verlegt worden. Wolfarth hatte die Rettungskette ausdrücklich gelobt.

Henzes Eltern und Bruder vor Ort

Henzes Eltern und sein Bruder waren nach Rio gereist. Seine Lebensgefährtin sei in Gedanken bei ihm gewesen, teilte der DOSB mit. „Heute tritt der Sport, für den unser gesamtes Team nach Rio gefahren ist, in den Hintergrund. Unsere Gedanken sind bei Stefan Henzes Angehörigen, die hier vor Ort noch Gelegenheit hatten, Abschied zu nehmen“, sagte der deutsche Chef de Mission Michael Vesper.

Von MAZonline

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Mit seinem Olympiasieg von Rio de Janeiro ist Sebastian Brendel endgültig zu einem der ganz Großen im deutschen Kanusport geworden. Seine Siegesfahrt am Dienstag wurde überschattet vom Tod des Kanutrainers Stefan Henze. Ihm widmete Brendel seine Goldmedaille.

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