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Brandenburg punktet mit seinen Erstligisten

Volleyball Brandenburg punktet mit seinen Erstligisten

Im Volleyball hat Brandenburg sowohl bei den Frauen mit dem SC Potsdam als auch bei den Männern mit den Netzhoppers KW-Bestensee zwei Erstligisten zu bieten. Aber auch in Freizeitmannschaften frönen tausende Hobbyspieler dem Volleyball.

Potsdam. Martin Fritzenberg, der Präsident des Volleyball-Verbandes Brandenburg, lässt auf seine Leuchttürme nichts kommen. Brandenburg sei einfach spitze am hohen Netz und nennt dafür die Erstligisten SC Potsdam bei den Frauen und Netzhoppers KW-Bestensee bei den Männern.

Aber Volleyball zwischen Prignitz und Lausitz ist weitaus mehr, selbst außerhalb des Verbandes. Denn viele Enthusiasten spannen in ihrer Freizeit das Netz in der Sporthalle und spielen sogar in Ligen. Während offiziell 7925 Mitglieder im Verband gemeldet sind, bewegt sich die Zahl der nicht im Verband registrierten Hobbyspieler zwischen 4000 und 5000.

Diese sind trotzdem so gut organisiert, dass sie in Freizeitligen spielen, öfters auch in Mixed-Mannschaften aus Spaß an der (Volleyball-)Freude. Als Beispiele seien der Stadtfachverband in Potsdam oder die Kreisspielvereinigung Oranienburg genannt, die seit 25 Jahren den Spielbetrieb im Landkreis Oberhavel organisiert. Dort gibt es eine 1. und eine 2. Kreisklasse mit jeweils sechs bis acht Teams bei Männern und Frauen sowie in der Mixed-Klasse. Die bisweilen skurrilen Teamnamen lauten dann Bonsai Sachsenhausen, Blockbuster Vehlefanz oder ganz gewöhnlich Stahl Hennigsdorf.

Tausende spielen in Freizeitligen

„Das, was dort ehrenamtlich geleistet wird, finden wir schon toll“, sagt Fritzenberg. „Sicher wäre es noch besser, sie würden sich dem Verband anschließen.“ Denn dort drückt im Spielbetrieb, angefangen bei der Landesklasse bis hin zur Brandenburgliga durchaus auch der Turnschuh. Zum einen sieht der Verbandschef den demografischen Wandel, zum anderen gibt er zu bedenken: „Früher reichten 10 Spieler für eine Mannschaft, um eine Saison durchzustehen. Heute brauchst du 15 bis 18 Spieler im Kader, weil viele oft aus beruflichen oder familiären Gründen verhindert sind.“ Das führe dazu, dass trotz stabiler Mitgliederzahl die Anzahl der Mannschaften im Punktspielrhythmus abnehme. Oft werden Spielgemeinschaften gebildet.

Zudem könne Brandenburg ebenso auf Erfolge im Nachwuchs mit den Landesauswahlteams verweisen wie bei den Senioren in den verschiedensten Altersklassen – ob nun bei den über 60- oder über 65-Jährigen. So entwickele sich laut Verbandschef bei Einheit Zepernick ein starker Nachwuchs. Auch bei Fortuna Kyritz, die einst sogar mit den Männern in der 2. Liga spielten, sei der Nachwuchs wieder im Kommen.

SC Potsdam und Netzhoppers KW-Bestensee als Leuchttürme

Fritzenberg sagt: „Volleyball ist im Sportland Brandenburg unbedingt ein Aushängeschild. Generell ist es wichtig, wenn sich sogenannte kleinere Sportarten, die nicht wie der Fußball ständig medienwirksam im Fernsehen begleitet werden, so positiv darstellen. Umso bemerkenswerter finde ich, was Vereine wie der SC Potsdam und die Netzhoppers erreicht haben.“

Der 64-Jährige betont ausdrücklich: „Wir brauchen diese Aushängeschilder im Land, weil sie die Kinder inspirieren, sich dem Volleyball zu widmen. Und die Entwicklung in dieser Hinsicht ist ja noch längst nicht abgeschlossen. Wir sind da durchaus zuversichtlich.“

Schon jetzt werden die besten weiblichen Talente an den Sportschulen in Potsdam und Cottbus gefördert. Der SC Potsdam kämpft um den Status als Bundesstützpunkt weiblich. Die Hälfte des Stammsechsers der deutschen U18-Nationalmannschaft kommt aus Brandenburg mit Zuspielerin Pia Kästner aus Eisenhüttenstadt, Libera Sophie Dreblow aus Potsdam und Außenangreiferin Sindy Lenz aus Schwedt. Die Leuchttürme werden weiter positive Signale ausstrahlen.

Von Peter Stein

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