Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 19 ° Gewitter

Navigation:
Braunschweig überrascht Bayer B-Elf mit erstem Heimsieg

Fußball Braunschweig überrascht Bayer B-Elf mit erstem Heimsieg

Bundesliga-Schlusslicht Eintracht Braunschweig hat Bayer Leverkusen und Trainer Sami Hyypiä eine bittere Lektion erteilt. Mit zahlreichen Stars auf der Bank und mangelnder Einstellung auf dem Platz ermöglichte das Top-Team Aufsteiger Braunschweig dessen ersten Heimsieg in der Fußball-Bundesliga nach 10 410 Tagen.

Voriger Artikel
Mit Boateng und Glück zum Sieg
Nächster Artikel
Bayern erobern in Hoffenheim Tabellenführung zurück

Domi Kumbela erzielte den Siegtreffer für Braunschweig.

Quelle: Peter Steffen

Braunschweig. n. "Braunschweig hat heute mehr Willen gezeigt", sagte Leverkusen-Coach Hyypiä nach dem 0:1 (0:0) am Samstag. Eintracht-Stürmer Domi Kumbela schoss in der 81. Minute den völlig verdienten Sieg des Aufsteigers heraus und sorgte für frenetischen Jubel unter dem Großteil der 22 720 Fans.

"Das war Extase pur", befand auch Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht. Den bis Samstag letzten Heimsieg der Niedersachsen in der Bundesliga hatte es am 3. Mai 1985 beim 2:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern gegeben. Trotz der großen Überraschung bleibt Braunschweig mit nun sieben Punkten nach elf Spieltagen Bundesliga-Schlusslicht.

An der Tabellenspitze hat der Dritte Leverkusen mit 25 Punkten den Kontakt zu Bayern München (29) und Borussia Dortmund (28) ein wenig verloren. Zu allem Überfluss sah der eingewechselte Lars Bender in der Nachspielzeit noch Gelb-Rot. "Das war ein schwarzes Wochenende für uns", sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler: "Nicht nur, weil wir verloren haben. Alle anderen haben ja auch gegen uns gespielt."

Drei Tage vor dem Champions-League-Spiel bei Schachtjor Donezk hatte Bayer-Coach Hyypiä zunächst auf Bender und sein Offensiv-Trio Heung-Min Son, Sidney Sam sowie Stefan Kießling verzichtet. Der Torjäger der Rheinländer saß nach zuletzt 60 Start-Einsätzen erstmals seit dem 22. Januar 2012 zu Beginn nur auf der Bank. Im Angriff spielten zunächst Jens Hegeler, Eren Derdiyok und Robbie Kruse. Durch die vielen Umstellungen taten sich die Gäste in der Offensive zunächst schwer. Vor allem Derdiyok und Kruse nutzten ihre Chance nicht und blieben harmlos. "Ich stehe hinter meiner Entscheidung", meinte Hyypiä zur Aufstellung: "Im Nachhinein ist man immer schlauer."

Es bedurfte einer Riesen-Chance der Eintracht, die Omar Elabdellaoui leichtfertig neben das Tor setzte (18.), um Bayer zu Beginn etwas aufzuwecken. Einen Patzer von Braunschweigs Keeper Daniel Davari nach einem Schuss von Jens Hegeler konnte Robbie Kruse nicht nutzen (19.). Kurz darauf rettete Davari bei einem abgefälschten Schuss von Bayer-Kapitän Simon Rolfes klasse (22.).

Hyypiä reagierte zur Pause auf den lethargischen Auftritt seiner Elf und brachte in Nationalspieler Bender zumindest eine Stammkraft für Can. Dennoch nahm der Druck der Eintracht zu. Die erste Möglichkeit im zweiten Durchgang vergab Kumbela. Der Stürmer erwischte eine scharfe Hereingabe von Leverkusens Leihgabe Karim Bellarabi im Fünfmeter-Raum nicht richtig (48.). Braunschweig war nun klar spielbestimmend und vergab durch Bellarabi (63.) eine weitere gute Möglichkeit. Danach reagierte Hyypiä erneut und brachte in Kießling und Sam seine Top-Offensivleute. Doch auch das zeigte keine Wirkung: Braunschweig blieb am Drücker.

Die Leidenschaft der Eintracht wurde knapp zehn Minuten vor Schluss endlich belohnt. Kumbela drückte eine Hereingabe von Norman Theuerkauf über die Linie. "Das war eine große Erleichterung, das haben wir uns hart erarbeitet", sagte der Sieg-Torschütze und genoss den großen Jubel.

 

Spieldaten:

 

Ballbesitz in %: 43,2 - 56,8

Torschüsse: 17 - 16

gew. Zweikämpfe in %: 51,1 - 48,9

Fouls: 12 - 21

Ecken: 4 - 4

Quelle: optasports.com

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer
Finde Bundesliga-Wettquoten und mehr exklusiv bei SmartBets.