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Bringt Özil seinen Lieblingstrainer Mourinho zu Fall?

Fußball Bringt Özil seinen Lieblingstrainer Mourinho zu Fall?

Der FC Arsenal trifft auf den kriselnden FC Chelsea. Eine erneute Pleite könnte für Trainer Mourinho Folgen haben. Hoffnungen macht der Sieg in der Champions League. Sein Intimfeind, Arsenal-Coach Wenger will nach der Niederlage Wiedergutmachung.

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Mesut Özil trifft am Samstag mit dem FC Arsenal auf den FC Chelsea.

Quelle: Antonio Bat

London. Ausgerechnet Mesut Özil kann seinen Lieblingstrainer José Mourinho beim FC Chelsea noch stärker in die Bredouille bringen. Der Fußball-Weltmeister muss mit dem FC Arsenal am Samstag in der Premier League im London-Derby beim kriselnden Titelverteidiger antreten.

Chelsea steht mit vier Punkten nach fünf Spielen auf einem enttäuschenden 17. Tabellenplatz. Eine Niederlage beim Stadtrivalen kann sich Mourinho kaum erlauben.

Der Meister holte sich beim 4:0-Sieg gegen Maccabi Tel Aviv am Mittwoch in der Champions League zumindest etwas Selbstvertrauen. "Ich habe vergessen, wie sich Siege anfühlen", erklärte Mourinho. Nach dem schlechtesten Saisonstart seit 1986 muss der exzentrische Fußball-Trainer nun weiter Siege einfahren. 

Denn Ärger hat der Coach im Moment genug. Laut der britischen Zeitung "Independent" will der englische Verband FA Ermittlungen aufgrund massiver Beleidigungen der früheren Teamärztin Eva Carneiro aufnehmen. Der Druck auf den Portugiesen wird größer, nun könnte auch ein früherer Lieblingsschüler ein weiteres dazu tun. Mourinho war 2007 schon einmal vom FC Chelsea entlassen worden.

Mourinho hatte den damaligen Bremer Özil im Sommer 2010 zu Real Madrid geholt, seitdem ist die gegenseitige Sympathie enorm groß. "Er ist der beste Trainer der Welt und ich liebe ihn wie einen Vater", sagte der deutsche Nationalspieler einst über seinen Coach bei den Königlichen. Auch Mourinho schwärmte über den Spielmacher: "Özil ist jemand, der den Ball lächeln lässt. Er ist einzigartig. Es gibt keine Kopie von ihm - nicht mal eine schlechte."

Während die Beziehung zwischen Özil und Mourinho intakt ist, wird es im Normalfall am Samstag ein weiteres Kapitel in der Dauerfehde zwischen Arsenal-Trainer Arsène Wenger und dem streitbaren Portugiesen geben. Letzter der unzähligen Vorfälle: Bei Arsenals Supercup-Sieg Anfang August gegen den Meister (1:0) ging der Franzose nach der Siegerehrung am wartenden Mourinho vorbei und verwehrte seinem Intimfeind den Handschlag.

"Hätte ich seine Hand geschüttelt? Ich brauche das nicht zu beantworten", klagte Mourinho nach der Partie gegen den FA-Cup-Sieger. "Man sieht die Bilder und sieht, wo ich stehe - also ist das keine faire Frage." Ob Wenger nun seinem Kollegen die Hand gibt? "Ich habe nichts dazu zu sagen", sagte der 65-Jährige. "Die Zuschauer kommen zum Fußball, um Fußball zu gucken. Alles andere ist zweitrangig." Immerhin konnte sich der Elsässer beim Supercupsieg über den ersten Erfolg im 14. Aufeinandertreffen mit seinem Widersacher freuen.

Doch auch Wenger ist derzeit nicht frei von Sorgen. In der Königsklasse blamierte sich sein Club am Mittwoch bei Dinamo Zagreb (1:2). In der Liga gelang zwar mit zehn Punkten aus vier Partien der Anschluss an die Tabellenspitze, doch überzeugen konnte Arsenal dabei selten. "Die Spieler haben eine gute Mentalität und wollen die Dinge wieder in Ordnung bringen", kündigte Wenger an. Vor einer Rückkehr in die Startelf steht Weltmeister Per Mertesacker nach überstandener Krankheit.

dpa

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