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Bundesliga-Trainer freuen sich auf Saisonstart

Volleyball, SC Potsdam und Netzhoppers Bundesliga-Trainer freuen sich auf Saisonstart

Am Wochenende beginnt die Saison 2016/17 in der Volleyball-Bundesliga. Die MAZ bat die beiden Trainer der Brandenburger Top-Teams, Davide Carli vom SC Potsdam und Mirko Culic von den Netzhoppers aus Bestensee, zum Doppel-Interview.

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Davide Carli (links), neuer Cheftrainer in Potsdam und Mirko Culic, seit 2008 bei den Netzhoppers.

Quelle: Foto: Gartenschläger

Potsdam. Am Wochenende startet die neue Saison in der Volleyball-Bundesliga. Die Damen des SC Potsdam mit dem neuen Trainer Davide Carli (33) empfangen am Samstag (19 Uhr, MBS-Arena) den Rekordmeister Schweriner SC. Trainer Mirko Culic (53) tritt am Samstag (19 Uhr) mit den Herren der Netzhoppers Solwo Königspark KW beim TSV Herrsching an.

Warum freuen Sie sich auf die neue Saison?

Davide Carli: Ich freue mich total, weil es mein erster Job in der Bundesliga als Cheftrainer ist. Das war immer mein Ziel. Und ich betrachte es als gutes Omen, dass ich mein erstes Spiel in der Bundesliga als Co-Trainer vor fünf Jahren auch beim SC Potsdam hatte. Die Mannschaft hat total viel Bock auf die Spiele. Sie freut sich auf die Halle.
Mirko Culic: Weil wir viele neue Spieler haben. Ich bin total gespannt darauf, wie das wird mit einem solch erfahrenen Top-Spieler wie Björn Andrae und den vielen jungen Spielern. Die Liga wird in dieser Saison spannender als zuletzt.

Beginn einer neuen Ära ohne Manuel Rieke

Was wollen Sie diesmal anders machen als letztes Jahr?

Carli: Für mich ist ja alles anders. Ich habe nun als Chefcoach viel mehr Verantwortung, muss viel mehr Entscheidungen treffen.
Culic: Die Netzhoppers, das war immer Manuel Rieke. Nun hat unser langjähriger Zuspieler und Kapitän seine Karriere beendet. Der US-Amerikaner Taylor Hammond ist nun unser Zuspieler.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung?

Carli: Ich musste eine neue Mannschaft bauen. Das Gefüge zwischen Angriff und Abwehr soll passen. Ich muss der Mannschaft meine Philosophie vom Spiel beibringen.

Culic: Ich gehe jetzt in meine neunte Saison mit den Netzhoppers. So groß war der Umbruch noch nie: Jüngere Spieler von einst sind nun als Leistungsträger gefordert. Das ist eine spannende Aufgabe.

Fans sollen Rückhalt geben

Was erwarten Sie von den Fans Ihrer Mannschaft?

Carli: Ich hoffe, es kommen viele Zuschauer in die Halle. Je mehr Unterstützung wir haben, desto besser für die Mannschaft. Gerade wenn es mal nicht so läuft, brauchen wir den Rückhalt.
Culic: Wir haben tolle Fans, die Brandenburger Hölle ist in der Liga bekannt. Ich hoffe, die Fans haben Geduld mit uns. Die neuformierte Mannschaft muss sich erst finden.

Wie werden Sie von der Mannschaft angeredet?

Carli: Alle sagen Charly zu mir. Wir haben Spaß zusammen, aber der Respekt muss auch da sein.
Culic: Die meisten sagen einfach Coach zu mir. Diejenigen, mit denen ich schon länger zusammen arbeite, dürfen mich duzen und Mirko zu mir sagen.

Was passiert, wenn der Trainer zu spät zum Training kommt?

Carli: Das ist unmöglich. Das gibt es nicht. Ich bin immer eine halbe Stunde früher in der Halle.
Culic: Wir haben eine Mannschaftskasse. Ich zahle das Doppelte im Vergleich zu den Spielern. Je größer die Verspätung, desto teurer wird es. Nach der Saison gibt es dann ein schönes Essen. Ich stehe leider öfter mal im Stau, wenn ich aus Berlin komme.

Trainer ohne Marotten

Gibt es ein Ritual vor dem Spiel?

Carli: Das macht die Mannschaft selbst, da brauch ich nicht extra in die Kabine zu gehen. Ich selbst habe keine Marotten, da gibt es keinen Aberglauben.
Culic: Der Tagesablauf vor dem Spiel ist immer gleich. Ich gehe zur Besprechung mit der Mannschaft in die Kabine.

Wer wird Meister?

Carli: Stand heute sage ich Stuttgart, aber es kann viel passieren.

Culic: Friedrichshafen war beim Supercup schon sehr stark. Sie sind Favorit, aber ich rechne damit, dass auch Frankfurt/Main und Düren den Titelverteidiger Berlin und Friedrichshafen ärgern können.

Zum Schluss noch die Frage: Was trauen Sie dem SC Potsdam beziehungsweise den Netzhoppers zu?

Carli: Die Netzhoppers sind bekannt im Land. Ich wünsche ihnen eine gute Saison und mit ein bisschen Glück schaffen sie die Playoffs.
Culic: Der SC Potsdam hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt, sie haben eine tolle Mannschaft und eine tolle Halle. Wenn sich die Mannschaft schnell einspielt, kann das eine gute Saison werden. Ich wünsche ihnen viel Glück.


Interview: Peter Stein

Von Peter Stein

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