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Bundesliga ohne den Meister aus Potsdam

Boxen, Motor Babelsberg Bundesliga ohne den Meister aus Potsdam

Das ist ein Tiefschlag, aber kein K.o. für den Boxsport bei Motor Babelsberg. Der deutsche Meister wird in der Saison 2016/17 nicht in der Bundesliga antreten. Aber mit dem Boxen geht es weiter bei Motor.

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Atdhe Gashi (l.) im Bundesliga-Kampf.

Quelle: Foto: Detlev Scheerbarth

Potsdam. Die neue Saison in der Box-Bundesliga findet ohne den Meister SV Motor Babelsberg statt. Marcel Mantau bestätigt: „Wir boxen in dieser Saison nicht in der Bundesliga. Wir schließen ein Kapitel. Lieber ein positives Ende, als schlecht weitermachen.“

Nach 20 Jahren hatte es sein Vater, der Motor-Manager Ralph Mantau, im April endlich geschafft, den Titel zu erringen. Doch dessen plötzlicher Tod kurz darauf riss eine große Lücke. Sein 29 Jahre alter Sohn sagt: „Ich bin angetreten, das Erbe meines Vaters fortzusetzen. Aber in diesem Jahr schaffen wir das nicht, ich habe den Sponsoren dies bereits mitgeteilt.“

Zunächst war eine internationale Liga geplant

Allerdings hatte es in den letzten Wochen auch einige Irritationen mit dem Deutschen Boxsportverband (DBV) gegeben. „Ursprünglich war mit einer internationalen Liga geplant worden. Dazu sollten Teams aus Tschechien, Polen, Dänemark, auch Österreich und Kroatien kommen. Dafür waren uns aber die Fahrtwege zu lang, das hätte immense Kosten verursacht“, berichtet Marcel Mantau. „Deshalb hatten wir beim DBV abgemeldet.“ Später jedoch haben sich die Beteiligten völlig anders entschieden.

Nun gibt es doch eine nationale Box-Bundesliga mit ehemaligen Mannschaften der ersten und zweiten Liga sowie Oberliga. Demnach treten die Hamburg Giants, Hertha BSC Berlin, BT Hanse Wismar und UBV 48 Schwedt in der Nord-Staffel an sowie der letztjährige Vizemeister Nordhäuser SV, BSK Hannover-Seelze, Chemnitzer Füchse und Box-Club Straubing in der Süd-Staffel. Geboxt wird ab Dezember in acht Gewichtsklassen. Hintergrund sind die Weltmeisterschaften 2017 in Hamburg, gerade in der Hansestadt wird daher viel für das Boxen unternommen.

Gashi konzentriert sich auf deutsche Meisterschaft

Was passiert mit den Babelsberger Boxern? Marcel Mantau sagt: „Einige wie Abass Baraou oder Omar El Hag trainieren ohnehin am Olympiastützpunkt in Berlin. Sie werden wohl für Hertha in der Bundesliga antreten.“ Schwergewicht Eric Brechlin könnte wie gehabt für Schwedt die Fausthandschuhe überstreifen. Auch Motors langjähriger Kapitän Atdhe Gashi will im nächsten Jahr zur WM. Der Leichtgewichtler, der ebenfalls am Stützpunkt in Berlin trainiert, konzentriert sich daher zunächst auf die Deutschen Meisterschaften Mitte November in Straubing. Danach werden pro Gewichtsklasse zwei Boxer genannt, die zum deutschen WM-Kader gehören.

Mantau junior, der den Trainerschein in der Tasche hat und bei den anstehenden Vorstandswahlen in der Motor-Boxabteilung Ende des Jahres antreten will, meint: „Mit dem Boxen bei Motor geht es weiter. Wir setzen auf einen Neuanfang. Wir haben einige Talente. Vezir Agirman wird demnächst bei der U19-WM kämpfen.“

Von Peter Stein

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