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C'est fini: Blanc und Paris trennen sich nach drei Jahren

Fußball C'est fini: Blanc und Paris trennen sich nach drei Jahren

Der fehlende Erfolg in der Champions League wurde Laurent Blanc trotz vieler Titel zum Verhängnis. Obwohl sein Trainervertrag bei Paris SG erst Anfang des Jahres bis 2018 verlängert worden war, wird der Trainer von den katarischen Clubchefs nun hinauskomplimentiert.

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Laurent Blanc hatte erst im Februar seinen Vertrag bis 2018 verlängert.

Quelle: Yoan Valat

Paris. "Le Président" wurde abgesetzt: Nach drei Jahren als Trainer von Paris Saint-Germain muss Laurent Blanc den französischen Fußball-Serienmeister verlassen. Die "einvernehmliche Trennung" wurde vom Hauptstadtclub am Montag bekanntgegeben.

Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden und von sofort an gültig. Dabei seien die Interessen beider Seiten gewahrt worden, hieß es. Man wünsche Blanc für die Zukunft alles Gute. Als wahrscheinlicher Nachfolger des 50-Jährigen gilt der Spanier Unai Emery. Der 44-Jährige führte den FC Sevilla in den vergangenen drei Spielzeiten drei Mal in Folge zum Gewinn der UEFA Europa League. Emery hatte seinem Club kürzlich mitgeteilt, dass er seinen bis 2017 laufenden Vertrag einseitig auflösen wird. Dazu muss er Sevilla die vertraglich festgelegte Ablöse von zwei Millionen Euro zahlen.

Details der finanziellen Übereinkunft zwischen Paris und Blanc wurden nicht bekanntgegeben. Nach Angaben der Sportzeitung "L'Équipe" bekommt der Weltmeister von 1998 eine Entschädigung von 22 Millionen Euro.

Paris hatte erst im Februar den Vertrag mit dem Coach um zwei Jahre bis 2018 verlängert.  Der ehemalige Welt- und Europameister Blanc - von den Fans "Le Président" genannt - hatte seinen Job an der Seine im Sommer 2013 angetreten und drei Jahre in Serie 2014, 2015 und 2016 den Titel in der Ligue 1 geholt. In der vergangenen Saison gewann der Club zum zweiten Mal nacheinander Meisterschaft, Pokal und Ligapokal.

Das war aber in den Augen der Ölscheichs aus Katar, die im Club seit 2011 das Sagen haben, nicht genug. Die offene Rechnung heißt Gewinn der Champions League. Das Team mit dem deutschen Torwart Kevin Trapp und dem scheidenden Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic war in der abgelaufenen Saison im Viertelfinale der Königsklasse an Manchester City gescheitert.

Anfang Juni hatte Vereinschef Nasser Al-Khelaifi in einem Interview der Zeitung "Le Parisien" trotz dreier Landestitel von einer "schwachen Saison" gesprochen und zur Trainerfrage gesagt: "Ich unterstütze ihn (Blanc) seit drei Jahren. Jetzt müssen wir darüber nachdenken, was wir machen werden, um eine starke Mannschaft auf europäischem Niveau zusammenzustellen."

Al-Khelaifi hatte im Gespräch mit "Le Parisien" auch im Kader von PSG "große Veränderungen" angekündigt. Einen ausdrücklichen Ersatz für Ibrahimovic nannte er allerdings nicht. Man werde Spieler holen, die der Mannschaft noch mehr geben könnten, versicherte er.

dpa

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