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CSI Neustadt soll 2017 wieder stattfinden

Reitsport CSI Neustadt soll 2017 wieder stattfinden

Das Springreitturnier CSI in Neustadt ist für viele Brandenburger Reitfans ein Highlight. Dieses Jahr ist das Turnier ausgefallen. Auch für die Sportler ist das ein herber Rückschlag gewesen. 2017 soll aber wieder gesprungen werden. Die Macher sehen sich auf einem guten Weg. Eine Hürde gilt es aber noch zu überspringen.

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Holger Wulschner nutzte das CSI in Neustadt für eine Standortbestimmung seiner Pferde.

Quelle: Andreas Pantel

Neustadt/Dosse. Die Reiterinnen und Reiter schwärmten, die Zuschauer waren vier Tage lang außer Rand und Band: Das Concours des Saut International (CSI) Neustadt/Dosse war der Leuchtturm im Brandenburger Reitkalender. Internationale Klasse zeigte sich in der Graf-von-Lindenau-Halle. Neustadt – das war immer das erste Turnier im neuen Jahr. Ein erster Wahrsager für die gerade sechsjährigen Tiere. Gesetzt für viele. „Junge Pferde konnten sich erstmals beweisen“, unterstreicht Holger Wulschner den Stellenwert des Springreitturniers. Gemeinsam mit Veranstalter Herbert Ulonska hatte der Publikumsliebling zuletzt alles versucht, damit auch 2016 die Hindernisse in den Parcours aufgestellt werden. Doch vergebens: Wegen Veränderungen der Pachtverhältnisse und Sanierungsbedarf musste die 17. Auflage ausfallen.

Neue Bande und neuer Boden in der Abreitehalle

Neue Bande und neuer Boden in der Abreitehalle.

Quelle: Andreas Pantel

Ein Desaster. Und nicht nur für die Sportler ein herber Rückschlag. Die ganze Region litt Anfang Januar darunter. „In der Zeit der Reitveranstaltung hatten unsere Hotels immer ausgebuchte Zimmer“, bestätigt Doreen Wolf (42) Einbußen der Unterkünfte. „Auch unsere Gaststätten-Inhaber haben gemerkt, dass diesmal kein CSI stattfand.“ Deshalb hofft die Geschäftsführerin des Tourismusvereins „Dosse-Seen-Land“, dass die Veranstaltung 2017 wieder stattfindet.

Teilnehmer haben zuletzt Stellflächen der Boxen kritisiert

Das will auch Holger Wulschner, der angedeutet hatte, gemeinsam mit Herbert Ulonska die Organisation künftig übernehmen zu wollen. „Angemeldet ist die Veranstaltung schon“, verrät der mehrfache Champion des Hauptspringens, der 2014 gar „Rider of the Year“ wurde. Der gebürtige Wriezener (Märkisch-Oderland), der heute vor den Toren Rostocks lebt, sagt aber auch klar: „Die Bedingungen müssen stimmen.“ Kritik der Teilnehmer gab es zuletzt an den Stellflächen der Boxen und am Sand der Abreite-Halle. Zudem sei Regenwasser in die Haupthalle gekommen. Mängel gab es auch bei den Sanitäranlagen. „Es muss für das Wohl der Reiter, Tiere und der Zuschauer zu hundert Prozent gesorgt sein“, meint Wulschner.

Dieter Fuchs gibt grünes Licht. „Die größten Mängel sind abgearbeitet“, sagt der Amtsdirektor Neustadt/Dosse. „Der Sand in der Abreite-Halle ist ausgetauscht. Die Bande, um Verletzungen der Pferde zu vermeiden, ist bereits erneuert. Die Stellflächen, die in der Vergangenheit nicht jedem Wetter standgehalten hatten, sind befestigt“, so Fuchs. „Kleinigkeiten, wie Seifenspender auf den Toiletten, sind angebracht.“

„Dem CSI 2017 steht nichts mehr im Weg“

Und das undichte Dach? „Das gibt es nicht“, so der 60-Jährige. „2015 war das Unwetter so heftig gewesen, dass das Regenwasser die Scheiben hochgeklettert und durch die Belüftungsschächte in die Halle gekommen ist. So etwas gab es danach nie wieder. Die Bedingungen jetzt lassen ein internationales Turnier zu. Es steht dem CSI 2017 nichts mehr im Weg.“

Wirklich nichts? Fast! Ein Pächter ist für die Graf-von-Lindenau-Halle aber noch nicht gefunden. „Bis zum Monatsende läuft noch die Bewerbungsfrist“, erzählt Fuchs. „Es gibt Bewerber. Wir hoffen, dass wir da auch bald zum Abschluss kommen. Das ist eine große Halle. Da muss man genauer hinschauen.“

Reitspektakel hat tausende Fans in die Halle gelockt

Gute Nachrichten für die Reiter. Im nächsten Jahr scheinen in der brandenburgischen Pferdehauptstadt wieder die edlen Tiere über die Hindernisse zu fliegen. „Wenn alle Fragen geklärt sind, machen wir weiter“, hatte auch Ulonska bekräftigt. Das Spektakel zog jedes Jahr tausende Fans in die Halle. An den beiden Haupttagen war kein Platz mehr frei in der schmucken Halle mitten im Ort. Gäste, wie Carsten-Otto Nagel (Wedel) und Janne-Friederike Meyer (Hamburg) – beide Mannschafts-Weltmeister von 2010 – waren gern gesehene Sportler in Neustadt/Dosse.

Das kann 2017 wieder so werden. Dann können die Reiterinnen und Reiter von Neustadt/Dosse schwärmen und die Zuschauer vier Tage lang außer Rand und Band sein – wenn die Glocke ertönt, hoch oben im Sprecherturm.

Von Sebastian Morgner

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