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Kanu-Austausch an der frischen Luft

Kanu Kanu-Austausch an der frischen Luft

Eine achtköpfige Delegation aus China hat zehn Tage bei den Wassersportfreunden Pirschheide trainiert und wurde am Donnerstag feierlich verabschiedet. Neben dem sportlichen Aspekt stand auch das gute Wetter im Vordergrund. In Peking kämpfen die jungen Sportler dagegen mit schlechten Luftbedingungen. Das Projekt soll der Anfang einer sportlichen Verbindung sein.

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Die chinesische Kanu-Delegation zu Gast im OSP Potsdam.

Quelle: Foto: Potratz

Potsdam. Feng Yuanhua strahlte über das ganze Gesicht. Aufgeregt kramte der Leiter einer achtköpfigen Kanu-Delegation aus China in einem Karton und überreichte bei einer Pressekonferenz am Donnerstag im Olympiastützpunkt Brandenburg im Potsdamer Luftschiffhafen diverse Geschenke an Vertreter aus Brandenburgs Sport und Politik. Zehn Tage hatte er mit den Sportlern beim gastgebenden Verein Wassersportfreunde Pirschheide verbracht. „Wir sind froh, dass wir hier in Potsdam trainieren durften. Die Bedingungen waren optimal“, so Feng.

Anberaumt hatte das Projekt Werner Stahr, Präsident des Deutsch-Chinesischen Kultur und Wirtschaftsforums Berlin. „Der Wunsch nach einem Austausch wurde von den Chinesen an mich herangetragen“, sagt Stahr. Doch zunächst meldete sich kein Verein aus Berlin und Brandenburg. Die Wassersportfreunde Pirschheide um Trainer Rainer Müller haben jedoch nicht gezögert. Müller hatte die Sportler während des Trainingslagers auf und neben dem Wasser stets begleitet und war vom Projekt begeistert. „Der Sport hatte eine verbindende Wirkung, somit haben wir uns gut verstanden“, so Müller. Auch die Sprachbarrieren seien keine Hürde gewesen, da die Kanuten auch ohne Worte wüssten, was sie zu tun haben.

Die chinesischen Sportler aus der Region Hebei, die die Hauptstadt Peking umschließt, sind durchgehend junge Hoffnungsträger, die bereits bei nationalen Wettkämpfen auf dem Siegerpodest standen und somit auch für künftige olympische Wettkämpfe in Frage kommen. Man sehe Deutschland als sehr gutes Kanu-Land an und wolle daher hier sportlich etwas lernen, so Delegationsleiter Feng. Zwei Tage vor der Rückreise hofft er, dass dies „nur der Anfang einer Freundschaft ist“. Feng ist jedoch nicht nur von den sportlichen Bedingungen begeistert. „Die frische Luft ist hier sehr gut. In Peking haben wir leider große Probleme mit der Luftverschmutzung. Das ist in Potsdam super“, sagt er.

Von Tobias Potratz

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