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Christian Diener: „Ich mache den Deckel drauf“

Schwimmen, Olympia-Qualifikation Christian Diener: „Ich mache den Deckel drauf“

Der Potsdamer Schwimmer hat am Donnerstag die große Chance, bei den German Open die Olympia-Qualifikation über die 200 Meter Rücken endgültig perfekt zu machen. Der 23-Jährige muss dafür in Vorlauf und Finale jeweils die Normen unterbieten und damit seine Leistungen von der DM bestätigen. Yannick Lebherz hofft auf einen Platz in der Freistil-Staffel.

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Eigentlich Rückenspezialist: Christian Diener.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Aussage ist unmissverständlich: „Am Donnerstag mache ich den Deckel drauf“, sagt Christian Diener vor seinem Start bei den German Open in Berlin. Bei dem Wettkampf kann sich der 23-Jährige endgültig für die Olympischen Spiele qualifizieren und die letzte Hürde auf dem Weg nach Rio nehmen.

Die Normzeiten hat er bereits aus dem Training heraus geschwommen

Dafür muss er über seine Paradestrecke, die 200 Meter Rücken, im Vorlauf und Finale jeweils die Normzeiten unterbieten. „Die letzten Trainingstage und auch die Wettkämpfe seit den Deutschen Meisterschaften stimmen mich zuversichtlich. Bei der Mare Nostrum Tour bin ich die Normzeiten aus dem vollen Training geschwommen“, erzählt Diener.

Es ist die zweite Stufe der Qualifikation, die erste hatte er bei den Deutschen Meisterschaften souverän gemeistert. Für die German Open sind die Normzeiten um 1,5 Prozent abgeschwächt worden, um den Trainingsrhythmus nicht völlig zu unterbrechen. „Wir sind schon ein bisschen runtergegangen mit der Belastung, aber nicht voll“, berichtet der Olympiakandidat, dessen Rennen für Donnerstag angesetzt sind.

Yannick Lebherz hat Seitenstrangangina auskuriert

Etwas anders sind die Voraussetzungen dagegen bei seinem Potsdamer Teamkollegen Yannick Lebherz. Bei den Deutschen Meisterschaften schwächte ihn eine Seitenstrangangina – und er schwamm trotzdem über die 200 Meter Freistil. „Wenn ich nicht geschwommen wäre, hätte ich die Chance sowieso vertan. Durch die Finalteilnahme habe ich mir immerhin noch eine Restchance erhalten, von daher hat sich das Risiko gelohnt“, sagt der Schwimmer des Potsdamer SV, der zwar einen Einzelstartplatz für Rio verpasste, aber nun noch auf einen Staffelplatz hoffen kann.

Allerdings musste er im Anschluss an die Meisterschaften Ende April erst einmal drei Wochen Pause einlegen. „Das war noch ein bisschen schlimmer. Ich hab es zwischendurch probiert und es ging überhaupt nichts“, erzählt der 27-Jährige. „Aber man hat ja zum Glück das ganze Jahr Training im Körper.“

Nominierung durch Bundestrainer am Samstag

Über die 200 Meter Freistil muss er am Freitag in den Bereich seiner Bestzeit (1,48:11 Minuten) schwimmen, um eine Chance auf einen der vier Staffelplätze zu haben. Und anschließend heißt es abwarten: Am Samstag entscheiden die Trainer über die Staffel-Nominierung.

Von Stephan Henke

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