Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Christian Diener: Rekorde an der „Kotzgrenze“

Olympische Spiele: Schwimmen Christian Diener: Rekorde an der „Kotzgrenze“

Er ist unter den Schwimmern eine der wenige positiven Überraschungen bei den Olympischen Spielen: Der Potsdamer Christian Diener. In Rio erreichte er das Finale über die 200 Meter Rücken und verbesserte auf dem Weg zu seinem starken siebten Platz seine persönliche Bestleistung gleich dreimal. Nach dem Erfolgserlebnis machte er bereits weitere Karrierepläne.

Potsdam 52.377066 13.016396
Google Map of 52.377066,13.016396
Potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
Potsdamer Goldjunge feiert bis zum Morgen

„Ich wollte alles geben, Scheiß auf die Taktik“: Christian Diener.
 

Quelle: dpa

Potsdam.  Vom Start weg kannte Christian Diener nur noch Vollgas. „Ich wollte alles geben, Scheiß auf die Taktik“, sagte der Schwimmer des Potsdamer SV kurz nach seinem siebten Platz über 200 Meter Rücken bei den Olympischen Spielen in Rio in die Fernsehkameras. „Ich bin über die Kotzgrenze rausgegangen. Die letzten 50 Meter waren aua aua aua“, sagte der sichtlich aufgewühlte aber glückliche PSV- Schwimmer.

Bei der ersten Wende noch auf dem Silberplatz

Mit seinem mutigen Rennen sorgte der 23-Jährige für einen der wenige Lichtblicke bei den deutschen Schwimmern. Nach 50 Meter lag er sogar auf Rang zwei, nach 100 Metern noch auf Rang drei, am Ende musste er dem Anfangsspurt Tribut zollen und die anderen Schwimmer um den Olympiasieger Ryan Murphy (USA, 1:53,62 Minuten) ziehen lassen. „Ich wollte zeigen, dass ich da bin und auch nicht Letzter werden im Finale. Vor dem Start war ich so aufgeregt, das kannte ich noch gar nicht. Es hat dann Mega-Spaß gemacht. In vier Jahren möchte ich das noch einmal erleben“, sagte der Rückenspezialist.

Drei persönliche Bestzeiten in drei Rennen

Seine starken Angangszeiten brachten ihm schließlich die persönliche Bestzeit im Finale, nach 1:56,27 Minuten schlug der EM-Zweite von 2014 an – es war die dritte Verbesserung im dritten Rio-Rennen. Schon im Vorlauf und im Halbfinale hatte er seine Bestzeit getoppt, insgesamt um fast eine Sekunde. Damit hat er die Vorgabe vom in die Kritik geratenen Bundestrainer Henning Lamberz, dass die Schwimmer persönliche Bestleistungen schwimmen sollen, gleich dreimal erfüllt.

Diener: „Ich würde gerne nochmal schwimmen“

Deshalb fällt sein Fazit zu seinen ersten Olympischen Spielen überaus positiv aus. „Ich bin super zufrieden mit meinen Leistungen. Aus einem Start habe ich drei Starts gemacht und bei jedem Lauf meine Bestzeit verbessert. Es hat so viel Spaß gemacht hier zu schwimmen. Die Stimmung, die Atmosphäre, einfach alles war total schön“, sagte der gebürtige Cottbuser. Deshalb kann er gar nicht genug bekommen von Rio. „Ich würde gerne nochmal schwimmen. Ich hab immer noch nicht genug. Jetzt genieße ich die zweite Woche und schaue mir noch andere Wettkämpfe an.“

Von Stephan Henke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer