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Christian Diener will 2020 noch besser sein

Schwimmen, Potsdamer SV Christian Diener will 2020 noch besser sein

Nach Olympia ist vor Olympia. Zumindest für Christian Diener. Der Siebte der Sommerspiele von Rio ist schon jetzt heiß auf Tokio 2020. Das Training hat wieder begonnen.

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Christian Diener (r.) und sein Trainer Jörg Hoffmann.

Quelle: Foto: Stein

Potsdam. Christian Diener hat Lust auf mehr. „Als ich in Rio aus dem Becken geklettert bin, war ich richtig traurig, dass alles schon vorbei war“, sagte der Schwimmer vom 1. Potsdamer SV. Mit seinem siebten Platz im Finale über 200 Meter Rücken – in Vorlauf, Halbfinale und Finale schwamm er jeweils Bestzeit – ist er nun das Aushängeschild seines Heimatvereins, der am Dienstag den Sponsoren-Vertrag mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse verlängerte.

Und Diener hat längst die nächsten Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio im Blick. „Da will ich noch besser sein“, meinte der 23-Jährige, für den am Montag wieder der Trainingsalltag im Luftschiffhafen unter Anleitung von Jörg Hoffmann begann. „Wenn du da das erste Mal wieder ins Wasser springst, hast du das Gefühl, du musst das Seepferdchen zurückgeben“, witzelte „Hoffi“ gewohnt schlagfertig.

Beim Kitesurfen den Mittelfuß angebrochen

Diener, für den nach den eigenen Rennen vor allem das Handballspiel um Platz drei mit dem Sieg der deutschen Männer ein bleibendes Olympia-Erlebnis ist, hat sich mit seinen Eltern und der gleichfalls als Schwimmerin aktiven Schwester Aileen an der Ostsee bei Greifswald erholt. „Dort habe ich das Kitesurfen erlernt“, erzählte er. Allerdings brach sich der Vize-Europameister bei einem Unfall („ich bin auf eine Sandbank gerast“) den linken Mittelfuß an. Inzwischen sei alles wieder okay. An der Fachhochschule für Sport und Management in Potsdam beginnt er ein Studium. Bis zum 22. Dezember muss der Feldwebelanwärter diverse Lehrgänge bei der Sportförderkompanie der Bundeswehr nachholen, die er wegen der Rio-Vorbereitung verschoben hatte.

Potsdam als Bundesstützpunkt etablieren

Trotz des medaillenlosen Abschneidens der deutschen Schwimmer bei den Sommerspielen geht Hoffmann davon aus, dass Henning Lambertz Chefbundestrainer bleibt. Hoffmann kämpft dafür, dass Potsdam zumindest Bundesstützpunkt im Nachwuchs bleibt und hofft gar auf mehr. „Wir wollen hier was aufbauen und die besten Talente in den Luftschiffhafen bringen“, sagte der frühere Weltmeister und Olympia-Dritte von 1992. Dabei setzt er auch auf die Eröffnung des neuen Schwimmbades in Potsdam und will dort attraktive Wettkämpfe ausrichten. „In ganz Deutschland sind im Spitzensport strukturelle Änderungen notwendig“, sagte Hoffmann.

Nahziel für Diener oder Yannick Lebherz sei die WM im kommenden Jahr in Budapest. Rücken-Ass Diener soll über 100 Meter noch schneller werden.

Von Peter Stein

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