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Cottbus droht der Sturz auf einen Abstiegsplatz

Gegen den VfL Bochum muss Energie gewinnen Cottbus droht der Sturz auf einen Abstiegsplatz

Am Freitagabend gegen den Sechzehnten VfL Bochum droht Energie Cottbus der Absturz auf den Relegationsrang. "Jeder hat die Tabelle vor Augen. Wir müssen gegen Bochum gewinnen ‒ wie ist egal", fordert der mächtig in die Kritik geratene Energie-Trainer Rudi Bommer.

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Energies Stiven Rivic (links) und Dresdens Christoph Menz im Zweikampf um den Ball.

Quelle: dpa

Potsdam. In dieser Woche ging es im Training des Fußball-Zweitligisten Energie Cottbus ordentlich zur Sache. "Man merkt die Anspannung, viele wollen etwas erzwingen", sagt Mittelfeldspieler Ivica Banovic.

Der Stress der Lausitzer Kicker bekommt beim Blick auf die Tabelle ein Gesicht. Cottbus kauert auf Rang 15. Heute Abend gegen den Sechzehnten VfL Bochum droht der Absturz auf den Relegationsrang. Das würde dem schlechtesten Saisonstart in der Cottbuser Zweitliga-Zugehörigkeit nach zwölf Spieltagen die Krone aufsetzen. "Jeder hat die Tabelle vor Augen. Wir müssen gegen Bochum gewinnen ‒ wie ist egal", fordert der mächtig in die Kritik geratene Energie-Trainer Rudi Bommer. Es klingt schon eher wie ein Befehl.

Den Gehorsam auf dem Platz vorleben soll Ivica Banovic. Der 33-Jährige gehört zu den Führungsspielern beim FC Energie. Doch auch er kann die kritische Situation nicht komplett ausblenden. "Das ist im Hinterkopf. Wer das abstreitet, ist ein Lügner. Oder er ist so cool, dass er in der Champions League spielt."

Der "Mister Zuverlässig" des FC Energie wirkte in den vergangenen Wochen teilweise nicht so souverän wie gewohnt. "Ich habe beim 4:2 gegen Bielefeld einen Elfmeter verschossen. Aber ansonsten habe ich keinen entscheidenden Fehler gemacht", analysiert der Kroate die letzten Spiele. Doch er weiß auch: "Wenn wir verlieren, wird automatisch jeder Spieler 30 bis 40 Prozent schlechter beurteilt." Der Bestandsaufnahme will sich der zweifache Nationalspieler trotzdem nicht verschließen. "Ich würde nicht mit 33 noch in der zweiten Liga spielen, wenn ich nicht kritikfähig wäre." Also sagt er: "Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, ist jeder ein bisschen schuld. Jeder muss sich hinterfragen." Selbst den Vorwurf, dass dem Team derzeit das unbedingte Wollen fehle, kann Banovic nicht abweisen. "Wenn man unten steht, fehlen die Galligkeit und das Selbstbewusstsein", erklärt er und legt noch einen drauf: "Im Moment fehlt fast alles. Laut Tabelle gibt es derzeit 14 Mannschaften, die es besser machen als wir."

Ganz so düster möchte Banovic das aktuelle Energie-Bild aber doch nicht malen. Er nehme auch positive Ansätze wahr: "Es sieht teilweise gut aus, wenn wir nach vorn spielen." Das klingt erklärungsbedürftig bei drei Spielen in Folge ohne Cottbuser Tor. Banovic: "Im letzten Drittel fehlt uns im Moment die Qualität." Sturmführer Boubacar Sanogo, der bereits sechs Mal getroffen hat, aber schon fünf Spiele auf ein Tor wartet, nimmt Banovic allerdings aus. "Bouba hat eine gute Quote, wir müssen ihn nicht starkreden."

Vielleicht stellt Bommer, der wieder auf Stammkeeper Robert Almer zurückgreifen kann, Sanogo einen zweiten Stürmer zur Seite. Der Trainer braucht einen Sieg, sonst droht Ungemach.

info Energie Cottbus ‒ VfL Bochum, heute Abend, 18.30 Uhr, Sky.

Von Ronny Müller

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