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Cottbuser Sprinter Maximilian Levy startet dreifach bei der EM

Bahnradsport Cottbuser Sprinter Maximilian Levy startet dreifach bei der EM

Für Maximilian Levy ist die Europameisterschaft im Bahnradsport in der Schweiz schon der Start in die Olympia-Saison. Der Cottbuser Sprinter startet ab Donnerstag gleich in drei Wettbewerben.

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Volle Konzentration: Maximilian Levy.

Quelle: Foto: dpa

Cottbus. „Die Piste ist okay, ich komme gut mit ihr zurecht“, sagt Maximilian Levy. Der Lausitz-Blitz will ab Donnerstag bei den Europameisterschaften im Bahnradsport in Grenchen/Schweiz einschlagen. Mit Teamsprint, Sprint und Keirin hat sich der Cottbuser für vier Tage ein hartes Programm vorgenommen. Doch er ist den Dauerstress bei internationalen Meisterschaften mittlerweile seit Jahren gewohnt. Die Vielfalt der Disziplinen mache seinen Sport ja so interessant.

Außerdem: Levy sieht diese Europameisterschaft schon als Auftakt für die Olympia-Saison. Deshalb nimmt der viermalige Weltmeister diese EM „total ernst“. In der Schweiz gehe es auch um Punkte in der Weltrangliste und damit letztlich um die Olympia-Qualifikation, wenngleich sich daran die wichtigen Weltcups anschließen. Nach der EM steht zum Beispiel Ende des Monats der Weltcup in Cali/Kolumbien an. Auf dieser Piste brach sich Levy vor anderthalb Jahren bei der WM das Schlüsselbein. Das Karriereende drohte, aber nach drei Operationen kämpfte sich der dreifache olympische Medaillengewinner zurück. Die Titanplatte in der Schulter spüre er jeden Tag.

„Sicher müsste die irgendwann mal raus. Aber mit Blick auf Olympia kann ich mir keine weitere Operation und damit eine längere Pause mehr leisten. Die bleibt drin“, hat Levy beschlossen, damit aus dem Metall nächstes Jahr in Rio de Janeiro Edelmetall wird.

EM-Start im Teamsprint, Sprint und Keirin

Doch zunächst schiebt er sein Hightech-Zweirad bei der EM an die Startlinie. „Die Vorbereitung verlief gut. Vom Gefühl her müsste es passen, wenngleich ich nach dem Höhentraining in Colorado Springs in den USA gern noch ein paar Wochen mehr Anpassung gehabt hätte. Aber alles ist bereits Olympia untergeordnet“, schildert Levy, der sich auf der Hallenbahn in Frankfurt (Oder) mit seinen Nationalmannschaftskollegen den letzten Schliff holte. Im Teamsprint am Donnerstag wird Deutschland mit einem neuformierten Trio antreten. Robert Förstemann, der seit diesem Jahr auch für den RSC Cottbus fährt, soll den Express in Schwung bringen. Dann folgt Neuling Max Niederlag (Chemnitz), ehe Levy den Schlusspart übernimmt. Der Familienvater hat die von ihm errungenen EM-Titel nicht genau gezählt: „Es müssten sieben, acht oder neun sein. Auf jeden Fall soll was dazu kommen“, hat er sich fest vorgenommen. „Im Teamsprint rechnen wir uns schon etwas aus.“ Allerdings sei alles bei der EM dabei, was auf dem Kontinent Rang und Namen habe. Nur Sprint-Weltmeister Gregory Baugé aus Frankreich fehle.

Im Sprint und Keirin – 2013 holte Levy seine letzten EM-Titel im Teamsprint und Keirin – werde es auch ein wenig auf die taktische Konstellation ankommen. Der Tempobolzer hofft am Fuße der Schweizer Berge bei aller Konzentration auf Pistengaudi – allerdings auf dem 250 Meter langen Holzoval aus sibirischer Fichte.

Von Peter Stein

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