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Cottbuserin Stephanie Pohl ist Titelverteidigerin

Bahnradsport-WM Cottbuserin Stephanie Pohl ist Titelverteidigerin

Bei den Weltmeisterschaften im Bahnradsport in London, die am Mittwoch beginnen, geht die Cottbuserin Stephanie Pohl als Titelverteidigerin im Punktefahren an den Start. Außerdem ist sie in der Mannschaftsverfolgung dabei.

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Stephanie Pohl wurde 2015 Weltmeisterin im Punktefahren.

Quelle: Foto: DPA

Cottbus. Das Regenbogentrikot hat in der Vitrine im Wohnzimmer einen Ehrenplatz gleich neben dem Pokal für Brandenburgs Sportlerin des Jahres. Stephanie Pohl feierte 2015 als Weltmeisterin im Punktefahren in Paris ihren bisher größten Erfolg. Die Titelverteidigerin sagt vor den am heutigen Mittwoch in London beginnenden WM: „Ich muss niemandem mehr etwas beweisen. Wenn ich ganz locker rangehe, habe ich immer meine besten Rennen gemacht. Im Punktefahren muss alles passen, braucht man auch ein bisschen Glück."

Den persönlichen Glücksbringer hat sie diesmal allerdings nicht dabei wie 2015 an der Seine. Töchterchen Nele, die bald Siebenjährige geht inzwischen in die Schule, und Partner wie Trainer Michael Gaumnitz traten die Reise an die Themse nicht mit an. Stephanie Pohl ist vor dem Auftritt im Olympia-Velodrome von 2012 dennoch guter Dinge: „Ich habe auf Mallorca ein gutes Trainingslager absolviert.“ In London startet sie außerdem in der Mannschaftsverfolgung über 4000 Meter. Das deutsche Quartett hat sich über die Weltcups bereits für die Olympischen Spiele im August in Rio qualifiziert. „Das wollen wir bestätigen und streben eine Top-5-Platzierung an“, sagt die 28-Jährige. Das Punktefahren steht bei Olympia nicht auf dem Programm – zum Leidwesen der Lausitzerin. Nach der WM will sie sich zwei Wochen Pause gönnen, sich um Tochter Nele, die Katzen Lotti, Blacky und Mischka sowie nicht zuletzt Haus und Hof in Kunersdorf bei Cottbus kümmern. „Da ist die letzten Wochen eine Menge liegen geblieben“, meint Stephanie Pohl, die im April bei den Frühjahresrennen wieder für ihr Straßenprofiteam Cervelo Bigla Pro Cycling in der World-Tour aktiv sein wird.

Levy startet im Sprint und Keirin

Das Ziel Medaille hat Maximilian Levy, der bei der WM im Sprint und Keirin startet. Dass er nicht für den Teamsprint nominiert wurde, akzeptiert er sportlich fair. Aber der 28-jährige Cottbuser, der auf derselben Londoner Piste 2012 Silber (Keirin) und Bronze (Teamsprint) holte, schaut nach vorn: „Ich bin gut drauf. Eine Medaille wäre das beste Argument mit Blick auf eine Olympia-Nominierung“, erzählt er während einer Kaffeepause am ehemaligen Olympischen Dorf. „Alles ganz hübsch geworden hier“, berichtet Levy. Der zweifache Familienvater sieht die Tür zum Teamsprinttrio bei Olympia noch nicht zugeschlagen.

Straßenprofi Kluge will sich verbessern

Auch Roger Kluge, 2008 Olympia-Zweiter im Punktefahren, will im Radsport-Mehrkampf Omnium überzeugen. Dabei steht nicht unbedingt eine Top-Platzierung auf dem Wunschzettel des gebürtigen Eisenhüttenstädters. „Ich befinde mich voll in der Vorbereitung auf die Straßen-Saison“, so der 30-jährige Profi vom Schweizer IAM-Team. „Deshalb hatte ich wenig Zeit, mich auf die Bahn-WM vorzubereiten. Ich möchte unter die Top 6 kommen. Wenn es am Ende eine Platzierung unter den ersten Zehn wird, wäre das auch in Ordnung. Ich möchte in London an meinen Schwächen arbeiten. Ich werde alles geben.“

Doch für alle drei Brandenburger soll London nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu Olympia in Rio sein. Erste Erfahrungen bei der Sprint-Elite darf die vierfache Junioren-Weltmeisterin Emma Hinze aus Cottbus sammeln.

Von Peter Stein

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