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DFB-Chef Niersbach in FIFA-Exko - "kein WM-Boykott"

Fußball DFB-Chef Niersbach in FIFA-Exko - "kein WM-Boykott"

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ist in das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes aufgenommen worden. Der Einzug in das umstrittene Gremium beim FIFA-Kongress in Zürich als Nachfolger von Theo Zwanziger stand durch die Wahl beim UEFA-Kongress im März quasi fest.

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Wolfgang Niersbach wurde in das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes aufgenommen.

Quelle: Patrick Seeger

Zürich. Von FIFA-Präsident Joseph Blatter bekam Niersbach eine Nadel als Auszeichnung. FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke begrüßte ihn bei der Ernennung mit den Worten: "Er ist Weltmeister."

Ob der 64-Jährige das Amt auch tatsächlich ausüben wird, ist aber weiterhin unklar. Angesichts des jüngsten Korruptionsskandals hatte sich der DFB-Chef dies offen gehalten, sollte FIFA-Präsident Joseph Blatter im Amt bleiben. An der konstituierenden Sitzung des Gremiums am 30. Mai in Zürich wird Niersbach aber wohl teilnehmen.

Schon vor der Aufnahme Niersbachs hatten sich Ligapräsident Reinhard Rauball, Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge und DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock dafür ausgesprochen, dass Niersbach sein Mandat nicht verfallen lässt.

Einen deutschen Boykott der Fußball-WM als Reaktion auf die Wiederwahl von FIFA-Präsident Joseph Blatter hat Niersbach ausgeschlossen. "Wir wissen, dass Boykott nie eine Lösung ist", sagte der DFB-Chef in Zürich. UEFA-Präsident Michel Platini hatte am Vortag einen Rückzug aller europäischen Teams aus den FIFA-Wettbewerben nicht grundsätzlich ausgeschlossen, sollte Blatter den Weltverband weiter führen.

Auf Nachfrage, ob dies auch einen WM-Verzicht beinhalten könnte, hatte der Franzose gesagt: "Alles ist möglich." Ihre Strategie für den erwarteten weiteren Machtkampf mit Blatter wollen die europäischen Verbände bei einem Meeting vor dem Champions-League-Finale in Berlin besprechen.

Als Option wurde auch ein Rückzug der UEFA-Mitglieder aus dem FIFA-Exekutivkomitee genannt. Auch hierbei dürfte es sich aber vorerst nur um eine Drohkulisse handeln. Am Samstag wird mit der Teilnahme der Europäer an der Exko-Sitzung in Zürich gerechnet. Nur der Engländer David Gill hatte schon vor der Blatter-Wahl seinen sofortigen Rückzug angekündigt und wird dem Meeting fernbleiben.

dpa

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