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DFB: Rauball empfiehlt Platini Rückzug von UEFA

Fußball DFB: Rauball empfiehlt Platini Rückzug von UEFA

Für sechs Jahre ist Michel Platini vom Fußball ausgesperrt, UEFA-Präsident ist er aber immer noch. DFB-Chef Rauball bringt nun einen Amtsverzicht ins Spiel. Platini wehrt sich gegen das Urteil.

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Reinhard Rauball legt Michel Platini einen Rücktritt als UEFA-Chef nahe.

Quelle: Guido Kirchner

Berlin. DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball hat den gesperrten UEFA-Chef Michel Platini indirekt zum endgültigen Rückzug aufgefordert.

"Im Hinblick auf die EM würde es Platini gut zu Gesicht stehen, wenn er sich überlegt, ob er der UEFA einen Dienst erweist, wenn er auf sein Amt von sich aus verzichtet", sagte der Ligapräsident der "Sport Bild".

Platini ist für sechs Jahre für alle Aktivitäten im Fußball gesperrt, weil er eine dubiose Millionenzahlung vom ebenfalls suspendierten FIFA-Chef Joseph Blatter erhalten hatte. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will jedoch ihren Präsidentenposten vorerst nicht neu vergeben, bis Platini alle juristischen Mittel ausgeschöpft hat.

Beim Internationalen Sportgerichtshof CAS legte Platini Einspruch gegen seine Sperre ein. Er hatte sich vehement gegen das Urteil ausgesprochen und von "unerträglicher Arroganz", "Willkür" und "Zynismus" gesprochen. "Ich halte es für erforderlich, dass im Hinblick auf den Kongress im Mai über eine Alternative diskutiert wird. Man muss unterscheiden zwischen persönlichen Interessen Platinis und der Handlungsfähigkeit der UEFA, die ein Milliarden-Unternehmen ist", sagte Rauball.

Vize-Präsident Angel Maria Villar Llona führt formal die UEFA-Geschäfte. Zudem fehlt dem Verband derzeit auch ein Generalsekretär, nachdem der bisherige Amtsinhaber Gianni Infantino zum neuen FIFA-Präsidenten gewählt wurde. Er müsse die beschlossenen Reformen im Fußball-Weltverband nun zügig umsetzen, forderte Rauball. "Ich erwarte, dass die Glaubwürdigkeit der FIFA wiederhergestellt wird und Transparenz in die Entscheidungen der Gremien hineinkommt."

dpa

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