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DFB-Team auf dem Heimweg: Abflug nach Frankfurt

Fußball DFB-Team auf dem Heimweg: Abflug nach Frankfurt

Entsetzen und Betroffenheit bestimmen nach den Anschlägen in Paris die Gefühlslage der deutschen Weltmeister. Die Mannschaft bleibt die ganze Nacht im Stadion. Von dort wird sie mit Polizeieskorte zum Flughafen gebracht. An Fußball mag keiner mehr denken.

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Oliver Bierhoff zeigt sich von den Ereignissen in Paris betroffen.

Quelle: Peter Kneffel

Paris. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist nach den Terroranschlägen in Paris jetzt auf dem Heimweg. Am Morgen um kurz nach neun Uhr startete die Sondermaschine LH 343 mit der deutschen Delegation nach Frankfurt/Main.

Das Flugzeug war extra aus Frankfurt gekommen und stand auf dem Flughafen Charles de Gaulle auf einer Außenposition weit weg vom Terminal. Polizeiwagen und zwei Beamte mit Maschinengewehren waren neben der Maschine postiert.

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Aus Sicherheitsgründen mussten sich die Zuschauer zunächst in den Innenraum des Stadions begeben.

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Die Mannschaft hatte nach dem grauenvollen Ereignissen am Freitagabend die Nacht auf Samstag im Stadion in Saint-Denis verharrt. Entgegen anderslautender Berichte war das Team gar nicht mehr ins Hotel zurückgekehrt. "Das Wohlbefinden in der Stadt ist nach dem heutigen Tag nicht besonders groß", sagte Teammanager Oliver Bierhoff nach dem überschatteten Länderspiel gegen den EM-Gastgeber dem ARD-Hörfunk.

Eigentlich wollte die DFB-Delegation am Sonntagmittag mit dem Ziel Hannover abreisen. Der Rückflug führt das DFB-Team nun nach Frankfurt/Main. Wie es danach für die DFB-Auswahl, die am kommenden Dienstag in Hannover gegen die Niederlande eigentlich ein weiteres Testspiel bestreiten will, weitergeht, wurde zunächst nicht bekannt.

Bierhoff sprach nach der Partie von großer Betroffenheit. "Der Sport ist jetzt total im Hintergrund", sagte er nach dem 0:2. Der Freitag hatte für die deutschen Weltmeister um Kapitän Bastian Schweinsteiger bereits nach einer Bombendrohung gegen das Teamhotel mit einem "großen Schrecken" (Bierhoff) begonnen.

Die DFB-Delegation stand nach den Anschlägen "in enger Kooperation" mit den einheimischen Behörden, dem französischen Fußball-Verband und den deutschen Sicherheitskräften vor Ort, sagte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Hendrik Große Lefert in der ARD, die das Spiel live übertragen hatte.

Die deutschen Spieler seien "alle angespannt", berichtete Große Lefert. Erste Reaktionen von Akteuren gab es in der Nacht über die sozialen Netzwerke. "Was ist das für eine kranke Welt", schrieb Weltmeister Toni Kroos, der von Bundestrainer Joachim Löw zur Schonung nicht für die letzten zwei Länderspiele des Jahres nominiert worden war. Lukas Podolski schrieb "prayforparis" ("Bete für Paris") neben einem Friedenszeichen, in das der Eiffelturm eingefügt war.

Während des Freundschaftsspiels waren in dem mit fast 80 000 Zuschauern gefüllten Endspielstadion für die EM 2016 drei Detonationen zu hören gewesen. Es gab dabei auch vier Tote, darunter nach Medienberichten auch Selbstmordattentäter.

"Es wird von Extremisten oder gewissen Personen die Möglichkeit gesucht, Aufmerksamkeit zu bekommen", sagte Bierhoff. Die Tore zur Arena waren während des Spiels zur Sicherheit vorübergehend geschlossen worden. "Wir sind alle erschüttert und schockiert", erklärte Bundestrainer Löw unmittelbar nach dem Spielende.

Ob die Partie gegen die Niederlande zum Jahresabschluss wie geplant stattfindet, war eine der vielen unbeantworteten Fragen in den Stunden nach den Anschlägen, in denen das Entsetzen und die Trauer über die vielen Opfer auch im DFB-Quartier deutlich im Vordergrund standen.

Eine Delegation um Bundestrainer Löw und Teammanager Bierhoff wird schon in vier Wochen wieder in Paris erwartet. Dann sollen in der französischen Hauptstadt die Vorrundengruppen für die EM vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 ausgelost werden. Eine Reaktion der Europäischen Fußball-Union (UEFA), die das Turnier ausrichtet, gab es in den ersten Stunden nach der Anschlagsserie im Finalort nicht.

dpa

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