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DJ Denise Imoudu legt auf – im Spiel und in der Kabine

Volleyball, SC Potsdam DJ Denise Imoudu legt auf – im Spiel und in der Kabine

Am Sonntag empfangen die Volleyballerinnen des SC Potsdam den VC Wiesbaden zum nächsten Bundesligaspiel. Zuspielerin Denise Imoudu weiß, dass es auch auf ihre Kreativität ankommt.

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Denise Imoudu (nr. 14) führt als Zuspielerin Regie beim SC Potsdam.

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Potsdam. Denise Imoudu ist überall. Wie ein Quirl wuselt die neue Zuspielerin des SC Potsdam, der am Sonntag (14.30 Uhr, MBS-Arena) in der Volleyball-Bundesliga den VC Wiesbaden empfängt, über das Spielfeld. Mit ihrem Pass muss sie die Angreiferinnen effektiv einsetzen. Das verlangt neben Beweglichkeit und Ballbeherrschung viel Spielintelligenz.

Die 20-Jährige ist daher eine Hoffnungsträgerin von Trainer Davide Carli, der mit der gebürtigen Schwedterin schon in Schwerin zusammenarbeitete. Beide liegen auf einer Wellenlänge. Das ist wichtig, sollen die Ideen des Italieners im Spiel sofort umgesetzt werden, da darf die Schaltzentrale keinen Wackelkontakt haben.

Nach dem zweiten Kreuzbandriss die Position gewechselt

Dabei war ihr diese besondere Position nicht in die Wiege gelegt. Vater Marcus, der aus Nigeria stammt, und Mutter Bettina waren zwar einst auch sportlich, aber nicht im Volleyball aktiv. Mit sieben Jahren fand Denise Imoudu zu diesem Mannschaftssport. „Das hat mir gleich gefallen“, erzählt sie. Mit 13 Jahren ging sie auf das Sportinternat nach Berlin, spielte beim VC Olympia. Binnen vier Jahren hatte sie zwei Kreuzbandrisse jeweils im linken und rechten Knie zu überstehen. Nach der zweiten Operation riet ihr der Trainer vom Außenangriff auf die Zuspiel-Position zu wechseln. Der Schweriner SC und VT Aurubis Hamburg waren weitere Stationen in der Bundesliga, ehe sie im Sommer nach Potsdam kam. „Da ich ja Brandenburgerin bin, war der SC schon immer eine Option für mich. Die Bedingungen hier im Luftschiffhafen haben mich schon früher beeindruckt“, sagt Potsdams neue Nummer 14. Zumal auch ihr Bruder Melvin (17) als Schwimmer an der hiesigen Sportschule lernt und trainiert. Die Familienzusammenführung findet sie super, zumal sie nun an der Europäischen Sportakademie gleich um die Ecke Gesundheitsmanagement studiert.

Die Box für die Musik immer dabei

Übrigens gibt Denise Imoudu, die in der freien Zeit gern durch die Welt reist und in diesem Jahr eine Europatour durch Italien, Spanien und Frankreich hinter sich hat, nicht nur im Spiel den Takt vor. Sie betätigt sich vor den Matches auch als DJ in der Kabine, stimmt mit ihrer Musik-Box die Mannschaft ein. „Auch da muss ich mir immer wieder was Neues einfallen lassen und variabel für jeden Musikgeschmack sein“, meint die Zuspielerin. Gegen Wiesbaden wird es wieder auf ihre (Spiel-)Ideen ankommen.

Von Peter Stein

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