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Das Abschiedsspiel für Momo

1609 Fußball-Fans trauern um verstorbenen Spieler Das Abschiedsspiel für Momo

1609 Fußballfans kamen am Mittwochabend ins Waldstadion Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) zum Benefiz-Spiel für den plötzlich verstorbenen Maurice „Momo“ Marquardt. Zuerst schickten sie Luftballons für den 18-Jährigen in den Abendhimmel. In der Partie trafen die A-Jugendlichen und auf die erste Männermannschaft des Ludwigsfelder FC.

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Die Ludwigsfelder Fußballer laufen für Momo auf.

Quelle: Julius Frick

Ludwigsfelde. Am Anfang erklangen aus dem Lautsprecher die Glocken der Hölle nach dem AC/DC-Klassiker „Hells Bells“. Dann schickten die Fußballer Luftballons in den Himmel. Vor dem Anpfiff wurde lange Beifall geklatscht, so hatten es sich die Freunde des verstorbenen Ludwigsfelder Fußballers Maurice Marquardt, den alle nur „Momo“ nannten, gewünscht. Zum Benefizspiel kamen am Montag Abend 1609 Zuschauer in das Waldstadion von Ludwigsfelde (Teltow-Fläming).

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Das Benefizspiel für den plötzlich verstorbenen 18-jährigen Maurice „Momo“ Marquardt vom Ludwigsfelder FC wurde zu einem Fußballfest. So hatten es sich seine Mitspieler aus der A-Jugend und die Freunde vom Fanclub „Harter Kern“ gewünscht.

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„Dieser Andrang hat uns alle überrascht. Das ist toll“, sagte Tillmann Spieß, der mit Momos Freunden aus der A-Jugendmannschaft und vom Fanclub „Harter Kern“ in weißen T-Shirts mit der einst von Momo getragenen Nummer 10 aufgelaufen war. Darunter stand: „You’ll never walk alone“, die Fußballhymne schlechthin.

„Denn Fußball, das war Momos Leidenschaft“, wie Stadionsprecher Jens Teichmann sagte. „Vielleicht schaut er uns vom Himmel aus zu.“

Die Einnahmen und Spenden aus dem Benefizspiel kommen der Mutter des im Alter von 18 Jahren verstorbenen A-Jugendfußballers zugute. Unter den Gästen auf der voll besetzten Tribüne war auch Hertha-Profi Änis Ben-Hatira. Er meinte: „Hier stehe ich nicht im Mittelpunkt. Hier geht es um den Verstorbenen. Ich wollte meine Anteilnahme zeigen.“ Das tragische Schicksal hatte deutschlandweit eine Welle der Sympathie für den Verein ausgelöst. Nationalspieler Mario Götze vom FC Bayern, Momos Lieblingsverein, zum Beispiel spendete ein signiertes Trikot, das nun über Ebay versteigert wird.

Philipp Karaschewitz von der ersten LFC-Männermannschaft, die mit 15:3 gegen Momos Freunde gewann, sagte: „Ich habe kurz rumtelefoniert. Keiner hat gezögert. Momo hat ja schon bei der Ersten mittrainiert. Alle kannten ihn.“ Der hilfsbereite Spieler war bei allen sehr beliebt. Jürgen Parpat, der stellvertretende Vereinschef, sagte: „Ich bin stolz auf die Jungen, was sie hier selbstständig auf die Beine gestellt haben. Das war wirklich ein Fußballfest.“ Die Ludwigsfelder Kicker und die Zuschauer konnten sich sicher, das hätte auch Momo gefallen.

Von Peter Stein

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Benefizspiel in Ludwigsfelde für toten Fußballer
Das Spiel endete 15:3 für den LFC (rote Trikots).

You’ll never walk alone: Emotionale Momente erleben die Spieler und die über 1000 Zuschauer beim Benefizspiel für den überraschend verstorbenen, erst 18-jährigen A-Jugend-Fußballer Maurice „Momo“ Marquardt aus Ludwigsfelde. Die Spendenaktion, mit der Momos Mutter unterstützt wird, geht weiter.

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