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Kenianer Kipchoge gewinnt, Rekord verpasst

Berlin-Marathon Kenianer Kipchoge gewinnt, Rekord verpasst

Mit großem Vorsprung hat der Kenianer Eliud Kipchoge am Sonntag den Berlin-Marathon gewonnen. Den Weltrekord aus dem vergangenen Jahr hat er aber verpasst. Möglicherweise ist daran eine ganz profane Schuhpanne Schuld.

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Der Sieger des Berlin-Marathons Eliud Kipchoge

Quelle: dpa

Berlin. Ein Malheur mit dem linken Laufschuh ließ seinen Traum vom Weltrekord früh platzen, doch am Ende war der Pechvogel trotzdem glücklich: Eliud Kipchoge hat die Siegesserie der Kenianer beim Berlin-Marathon fortgesetzt, die erhoffte Fabelzeit aber klar verpasst. Der 30-Jährige gewann die 42. Auflage am Sonntag in erstklassigen 2:04:00 Stunden, sein Landsmann Dennis Kimetto war bei seinem Rekordlauf vor einem Jahr 1:03 Minuten schneller.

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Sonntag, 27. September: Mehr als 42.000 sind am Sonntag beim Berlin-Marathon auf die Strecke gegangen. Am Ende setzten sich bei den Männern und Frauen die Favoriten aus Kenia durch. Einen Weltrekord gab es nicht, das könnte auch an einer Schuhpanne gelegen haben.

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Als Zweiter kam nach 42,195 Kilometern Kipchoges Landsmann Eliud Kiptanui in 2:05:21 am Brandenburger Tor ins Ziel. Dritter wurde der Äthiopier Feyisa Lilesa (2:06:57). Die besten Deutschen, Philipp Pflieger und Anna Hahner, liefen in der Spree-Metropole an der Olympia-Norm für Rio 2016 mehr oder weniger deutlich vorbei.

„Ich hatte keine Zeit, die Sohle rauszuziehen“, sagte Kipchoge, dem schon vom ersten Kilometer an die Innensohle aus dem linken Laufschuh schlappte. Dieses Missgeschick kostete ihn wohl die entscheidenden Sekunden. „Der Weltrekord war mein Ziel. Das habe ich nicht geschafft - aber ich komme nächstes Jahr wieder“, kündigte der Kenianer an.

Sieger bekommt 40.000 Euro plus einen Bonus

Seit 2010 kam der Sieger beim schnellsten Stadtmarathon der Welt immer aus dem ostafrikanischen Land. Kipchoge kassierte 40.000 Euro für seinen Erfolg, dazu 15.000 Euro Bonus für eine Zeit unter 2:05 - nur um eine Sekunde verpasste er eine doppelte Prämie.

Gladys Cherono machte den Doppelerfolg der kenianischen Asse perfekt: In der Jahresweltbestzeit von 2:19:25 Stunden gewann die 32-Jährige vor Aberu Kebede aus Äthiopien (2:20:48), der Siegerin von 2012. Anna Hahner verpasste bei ihrem dritten Berlin-Start als 13. in 2:30:19 Stunden die Olympia-Norm um knapp zwei Minuten. „Bis zur Hälfte lief es eigentlich gut, danach war der Wurm drin“, sagte die 25-Jährige.

Mehr als 41.000 Läufer auf der Strecke

Bei Sonnenschein, Windstille und für Marathonläufer optimalen Temperaturen - mittags etwa 15 Grad Celsius - gingen mehr als 41.000 Läufer und Läuferinnen auf die Strecke. Die drei kenianischen Tempomacher für die Elite-Gruppe hielten sich aber nur anfangs an den „Fahrplan“ für einen Weltrekord: Der erste Kilometer wurde in 2:51 Minuten absolviert, dann wurde es deutlich langsamer.

Als das Spitzen-Sextett mit vier Kenianern und zwei Äthiopiern die Halbmarathon-Marke (21,1 Kilometer) bei 61:53 Minuten passierte, stand praktisch fest: Mit dem Weltrekord wird es diesmal nichts. Denn Kipchoge und Co. hatten eine Zwischenzeit von 61:30 Minuten angepeilt, Kimetto war 2014 bei seinem Weltrekord allerdings auch nur acht Sekunden schneller. Die Kilometerzeiten zwischen 2:44 und 3:03 Minuten zeugten nicht gerade von einem gleichmäßigen Rennen. Ein Kilometer-Schnitt von 2:57 Minuten war zu „langsam“.

Deutscher verpasst Olympianorm ganz knapp

Bei Kilometer 30 war nur noch ein Quartett vorn: Kipchoge, Kiptanui, Emmanuel Mutai und Lilesa. Knapp zwei Kilometer später lief Kipchoge allein dem Ziel entgegen. Der Favorit gewann seinen vierten Marathon in Serie - zuletzt hatte er in Rotterdam, Chicago (jeweils 2014) und 2015 in London triumphiert.

Bester Deutscher war Philipp Pflieger: Der 28-Jährige aus Regensburg kam in guten 2:12:50 Stunden als 16. ins Ziel und verfehlte die Olympia-Norm nur um 20 Sekunden. „Ich bin megaglücklich, das war ganz knapp“, sagte er und kritisierte die aus seiner Sicht unrealistische Olympia-Norm: „Da werden uns Knüppel zwischen die Beine geworfen.“ Die Zeit sei „für einen Debütanten recht ordentlich“, meinte Pflieger, der weiter von Olympia träumt: „Wir haben ja noch eine Chance im Frühjahr.“

Von MAZonline

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