Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° heiter

Navigation:
Der Profi-Fußball ist „vom Geld verdorben“

Ex-Profi rechnet ab Der Profi-Fußball ist „vom Geld verdorben“

Fußball ist ein Business, ein verdorbenes: Der Ex-Profispieler Paul Scharner rechnet mit dem Sport ab. Er hat lange in der englischen Premier League, zuletzt dann beim Hamburger SV gespielt. Um Sport gehe es beim Fußball längst nicht mehr. Die meisten seiner Kollegen hätten nur das Geld im Kopf – und das soll fließen. Seine Kritik reicht aber noch weiter.

Voriger Artikel
Die Lokomotive aus Eichstädt
Nächster Artikel
Erpressungsaffäre: Frankreichs Verband suspendiert Benzema

Paul Scharner hat dem Fußball inzwischen den Rücken gekehrt. Nun rechnet er mit dem Business ab.

Quelle: dpa

Hamburg. Der ehemalige Profi des Bundesligisten Hamburger SV, Paul Scharner, rechnet mit der Fußball-Branche ab. In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem auch die Märkische Allgemeine Zeitung angehört, sagt der Österreicher über seine ehemaligen Kollegen: „Sie sind vom Geld verdorben. Sie sind charakterlich verdorben. Speziell in England. Aber das ist kein Wunder, wenn man mit 20 Millionär ist.“

Es geht nur um Halligalli und Geld

Scharner, der mehrere Jahre in der englischen Premier League aktiv war, vermisst bei vielen Profis zudem die Einstellung zum Beruf: „Es gibt viele, die wollen nur Halligalli und dass das Geld weiter fließt. Mich hat im Fußball-Business enttäuscht, dass nicht jeder alles für den Erfolg tut und ein Millionengehalt mit absoluter Professionalität halbwegs rechtfertigt.“

Scharner (r) während seiner Fußballkarriere

Scharner (r.) während seiner Fußballkarriere.

Quelle: dpa

Deutsche Fußball teilweise amateurhaft

An den Verhältnissen beim Hamburger SV, wo der 35-Jährige 2013 seine Karriere beendet hatte, übt Scharner (Titel seiner im Delius-Klasing-Verlag erschienen Biografie: „Position Querdenker“) heftige Kritik. „Was ich beim HSV erlebt habe, mit dem Politisieren, dem Lobbyismus … Alle wollten mitreden, alle hatten eigene Interessen, haben nicht das große Ganze gesehen. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass es in Deutschland, wo solch ein erfolgreicher Fußball gespielt wird, teilweise ähnlich amateurhaft funktioniert wie in Österreich“, sagte der 40-malige Nationalspieler dem RND.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer