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Der SV Motor Falkensee: Die Mutter aller Vereine

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Der SV Motor Falkensee hat in den vergangenen Jahrzehnten eine große Wandlung durchgemacht. „Motor war die Mutter vieler Vereine in Falkensee“, weiß Motor-Chef Hans-Heinrich Rathjen, der 2001 nur durch einen gesundheitlichen Rückschlag zu den Motor-Sportlern kam und seit dreieinhalb Jahren den Vorsitz des Vereins inne hat.

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Sven Neubert ist der langjährige Kapitän der Tischtennisspieler aus der Gartenstadt.

Quelle: Peter-Paul Weiler

Falkensee. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 hat der Sportverein Motor Falkensee erheblichen Strukturwandel erlebt. Zunächst fanden sich sportinteressierte Kegler und Tischtennisfreunde unter diesem Dach zusammen. Bald kamen Handballer, Turner, Fechter, Volleyballspieler, Schachspieler, Wanderer und Kraftsportler hinzu. 1986 hatte der Verein 885 Mitglieder in zehn Sektionen und war eine der größten und leistungsstärksten Sportgemeinschaften im Kreis Nauen.

„Motor war die Mutter vieler Vereine in Falkensee“, weiß Motor-Chef Hans-Heinrich Rathjen. So hätten sich im Laufe der Jahre die Abteilungen Handball, Turnen und Schach ausgegliedert und eigene Vereine in der Gartenstadt gegründet. Der TSV Falkensee, der aus ehemaligen Turnern von Motor entstand, ist inzwischen einer der größten Vereine in Brandenburg. „Bei der Ausgliederung gab es aber keine Probleme“, erläutert Rathjen. „Die Sportler hatten einfach Lust auf einen eigenen Verein.“

249 Mitglieder im Seniorensport

Guckt man sich die Mitgliederzahlen der einzelnen Clubs inzwischen an, war es laut Rathjen die richtige Entscheidung gewesen. „Das alles zu koordinieren, wäre mit ehrenamtlicher Tätigkeit nicht mehr zu meistern gewesen. Wir wollen die Geschicke nicht mit einem aufgeblähten Vorstand und hohen Beiträgen leiten. Wir versuchen aus dem Vorstand heraus, lediglich die Rahmenbedingungen vorzugeben. Der Hauptteil der Vereinsarbeit wird in den einzelnen Abteilungen geleistet“, ist sich der 70-Jährige, der seit dreieinhalb Jahren den Vorsitz des Vereins inne hat, sicher.

Dabei kam er 2001 nur durch einen gesundheitlichen Rückschlag zu den Motor-Sportlern. „Ich hatte einen Herzinfarkt“, sagt der Rentner, der in Falkensee wohnt und früher als Berufsschullehrer tätig war.

Danach schloss er sich der Koronarsportgruppe des SV Motor Falkensee an. Dort betätigen sich seit über 20 Jahren Sportler mit Herzproblemen und trainieren unter Anleitung speziell ausgebildeter Übungsleiter und ärztlicher Aufsicht. „Der Verein ist nicht vordergründig auf sportliche Erfolge ausgerichtet – obwohl das auch angestrebt wird – sondern auf das Betreiben von Sport als Mittel zur Gesunderhaltung. Die Struktur des Vereins ist deshalb auch zum großen Teil mit 249 Mitgliedern auf den Seniorensport ausgerichtet“, berichtet Rathjen, der sich 2018 zum dritten Mal als Vorsitzender zur Wahl stellen möchte.

Die ehrenamtliche Arbeit macht ihm auch wegen Sportlern wie Anita Sach so viel Freude. Sie wurde im Januar 2015 in der Staatskanzlei des Landes Brandenburgs als Ehrenamtlerin des Monats ausgezeichnet. „Sie leitet seit über 25 Jahren die Abteilung Koronarsport des Vereins mit über 100 Mitgliedern. Ihr ist es gelungen, die Abteilung systematisch zu entwickeln und mittlerweile in fünf Gruppen Herzsport zu betreiben. Diese Gruppen betreut sie während der Übungseinheiten medizinisch“, erklärt Rathjen und ergänzt: „Hervorzuheben ist ihre Initiative bei der Initiierung und Organisation des jährlichen Treffens der Herzsportler des Landes Brandenburg zu einem Sportfest in Falkensee.“ Besonders erfolgreich im Verein ist laut Rathjen zudem die große Rollhockey-Abteilung, deren U13-Mannschaft 2016 Ostdeutscher Meister und Pokalsieger Berlin-Brandenburg wurde.

Von Mirko Jablonowski

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