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Der Schwimmverein Wildau bietet für jeden etwas

MAZ-Aktion: Mein Verein Der Schwimmverein Wildau bietet für jeden etwas

In der MAZ-Serie „Mein Verein“ stellen wir heute den Schwimmverein Wildau vor. Hier stehen die Übungsleiter nicht nur mit der Stoppuhr am Beckenrand. Hier darf auch jeder nach seinem Tempo schwimmen. Das Vereinsleben bietet viel Abwechslung.

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Die Kinder haben sichtlich Spaß beim Training des Schwimmsportvereins Wildau.

Quelle: Fotos: Luisa Müller

Wildau. Den Schwimmsportverein Wildau gibt es erst seit 2012, aber die harten Zeiten hat der Verein südlich von Berlin bereits hinter sich. „Zwei Mal mussten wir bereits auf unsere Schwimmhalle verzichten“, erzählt Bettina Knebel. Das Wildorado musste wegen Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2014 für einige Monate und von Juni 2015 bis Januar 2016 komplett geschlossen werden. „Das war wirklich eine harte Zeit für uns, aber wir sind erstaunt, dass kaum jemand aufgehört hat“, so die 2. Vorsitzende.

Verein setzt auf den Zusammenhalt der Mitglieder

Besonders in dieser Zeit habe sich der familiäre Charakter des SSV Wildau gezeigt. „Wir haben dann Athletiktraining in der Sporthalle angeboten“, berichtet sie vom Alternativprogramm, welches gut angenommen worden ist.

Jetzt sind die Wildauer Schwimmer allerdings froh, wieder im Wasser zu sein. Auch bei 25 Grad Außentemperatur und herrlichem Sonnenschein herrscht ein buntes Treiben auf den fünf 25-Meter-Bahnen. Drei Mal in der Woche bietet der Verein Schwimmtraining an. Im Kinder- und Jugendbereich hatte der SSV in den vergangenen Jahren so guten Zulauf, dass er aktuell keine neuen Mitglieder aufnehmen kann. „Das ist natürlich sehr, sehr schade, aber die Gegebenheiten lassen nicht mehr zu“, sagt Knebel, die mit neun weiteren Trainerkolleginnen abwechselnd in der Woche am Beckenrand steht. Von den 107 Mitgliedern sind allein 80 unter 18 Jahre. „Die Erwachsenensparte wollen wir allerdings unbedingt ausbauen“, so die 47-Jährige. „Dafür bieten wir auch drei Trainingseinheiten am Abend an: montags, mittwochs und freitags.“ Wichtig sei auch, dass sich neue Mitglieder ehrenamtlich im Verein engagieren. „Davon leben wir.“ 2012 hat sich der Schwimmsportverein Wildau vom Mehrspartenverein Motor Wildau abgelöst. Alle Mitglieder sind damals mitgegangen und größtenteils noch immer aktiv dabei.

Einfach Spaß haben am Schwimmen

Elisabeth Bach beispielsweise begann im Alter von 6 Jahren mit dem Schwimmen in Wildau. Die 16-Jährige schätzt den Gemeinschaftssinn: „Hier trainiere ich mit meinen Freunden. Wir verstehen uns alle super“, sagt sie. Mit ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Tabitha schwimmt sie in der leistungsorientierten Jugendgruppe. Auf der Bahn neben den Wettkampfschwimmern trainieren die Freizeitschwimmer. „Sie haben einfach Spaß am Schwimmen, nehmen jedoch nicht an Wettkämpfen teil“, erklärt Bettina Knebel. So bietet der SSV Wildau für jedes Mitglied die optimale Trainingsbedingung.

Auch außerhalb der Schwimmhalle wird einiges im Verein veranstaltet: Neben der obligatorischen Weihnachtsfeier und dem Sommerfest wird auch beim Maibaumtragen in Wildau kräftig mit angepackt. In diesem Jahr nehmen die Schwimmer beim Drachenbootrennen des Anglervereins 1916 aus Wildau teil. Sonst sind sie auf dem parallel stattfindenden Stadtfest immer mit einem Mit-Mach-Stand vertreten gewesen. Trainingslager werden in den Ferien angeboten und als absolutes Highlight bei den Jugendlichen, wie auch Elisabeth Bach bestätigt, gilt die Paddeltour in den Sommerferien.

„Wir bieten es als Ausdauer- und Koordinationstraining an und, um den Gemeinschaftssinn zu stärken“, sagt Organisatorin Bettina Knebel. Ausgerüstet mit Zelten und allem, was für eine Woche nötig ist, wird eine Woche in Polen auf den Seen und Flüssen gepaddelt. „Für unseren kleinen Verein stellen wir mit den paar Leuten, die wir haben, eine ganze Menge auf die Beine“, ist Bettina Knebel stolz auf das gesamte Team.

Von Luisa Müller

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