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Der Traum von Rio lebt

Volleyball Der Traum von Rio lebt

Die Nationalmannschaft der Männer hat bei der Olympia-Qualifikation in Berlin gegen Serbien gewonnen. Die Berliner Max-Schmeling-Halle stand am Mittwochabend Kopf.

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Georg Grozer überzeugte am Netz.

Quelle: dpa

Berlin. Die deutschen Volleyballer stehen bei der europäischen Olympia-Qualifikation im Halbfinale. Mit dem 3:0 (25:20, 26:24, 25:20) gegen Serbien gelang dem Team von Bundestrainer Vital Heynen am Mittwochabend vor 3500 begeisterten Zuschauern in der Berliner Max-Schmeling-Halle der zweite Sieg im zweiten Spiel. „Wir sind einfach nur froh, dass wir wieder mit 3:0 gewonnen haben und damit schon im Halbfinale stehen. Gegenüber dem ersten Spiel haben wir uns deutlich gesteigert, das gibt uns Hoffnung für das Wochenende“, sagte Außenangreifer Christian Fromm. Denn nur der Sieger des Turniers hat das Ticket für die Olympischen Spiele in Rio in der Tasche.

Mannschaft zeigt eine Reaktion

Heynen hatte sich trotz des glatten 3:0-Sieges zum Auftakt gegen seine belgischen Landsleute geärgert, war mit der Leistung seines Teams nicht zufrieden. „Über Nacht lässt sich da nichts ändern“, sagte der Bundestrainer und zuckte mit den Schultern. Aber das Team um den Ex-Berliner Marcus Böhme zeigte sofort eine Reaktion, war von Beginn an hellwach. Vor allem Böhme und Philipp Collin im Block kauften den Serben schnell den Schneid ab. Da auch Hauptangreifer Georg Grozer trotz einer bandagierten Wade sprung- und vor allem schlaggewaltig am hohen Netz aus allen Lagen feuerte, gelangen vom 9:8 zum 15:8 gleich sechs Punkte am Stück. Da half Serbiens Trainer Nikola Grbic keine zweite Auszeit mehr. Beim 22:14 war eine Vorentscheidung gefallen. Allerdings brauchte es den dritten Satzball, um mit 25:20 alles klar zu machen.

Videobeweis für Serbien

In Durchgang zwei gab der Weltliga-Zweite vom Balkan aber nicht klein bei, sondern dominierte zunächst. Beim 11:13 nahm Heynen seine erste Auszeit in der Partie. Und die Gastgeber kamen wieder heran und gingen mit 16:15 in Führung. Dann wurde es dramatisch. Beim 23:23 bemühten die Serben den Videobeweis und hatten Erfolg (24:23). Aber Grozer glich zum 24:24 aus, Satzball abgewehrt. Die Deutschen machten es danach besser und stahlen Serben-Star Aleksandar Atanasijevic die Show – der Block stand und mit 26:24 auch der zweite Satzgewinn.

„Hammerschorsch“ Grozer schlägt zu

Derart beflügelt schmetterten die Hausherren weiter, bauten die Führung im dritten Satz schnell aus. Beim 10:6 tanzten die Ränge. Aber Serbien bäumte sich noch mal auf, war beim 12:11 schnell wieder dran. Mit 16:17 lagen die Deutschen erstmals zurück, glichen aber postwendend aus und „Hammerschorsch“ Grozer brachte mit zwei Aufschlagkrachern die Führung (19:17) zurück. Dann setzte er wie entfesselt den dritten Punkt in Folge. Nun gab es kein Halten mehr. Zwar konnten die Serben den ersten Matchball noch abwehren, doch Denis Kalberda, der wie Christian Fromm mit Serbiens diesmal blass bleibendem Ass Atanasijevic bei Perugia in Italiens erster Liga spielt, verwandelte sicher zum 25:20.

Von Peter Stein

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