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Die Zahnbürste ist im Gepäck

Handball Die Zahnbürste ist im Gepäck

Die Drittliga-Handballer des VfL Potsdam treten am Samstag im DHB-Pokal zum Erstrundenturnier in Wilhelmshaven an. Bei einem Sieg gegen den Zweitligisten würde die Mannschaft von Trainer Jens Deffke im Finale am Sonntag vermutlich auf den Bundesligisten Füchse Berlin treffen. Die Potsdamer müssen sich also auf eine Hotel-Übernachtung einstellen.

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Robert Weiß ist neuer Kapitän beim VfL Potsdam.

Quelle: Julius Frick

Potsdam. Aufgepasst beim Tasche packen. Die Handballer des Drittligisten VfL Potsdam müssen am Samstag unbedingt eine Zahnbürste einstecken. Denn im besten Fall übernachtet die Mannschaft von Trainer Jens Deffke in Wilhelmshaven. Dort findet eines von 16 Erstrundenturnieren im DHB-Pokal statt. Sollte sich der VfL ab 17.30 Uhr gegen den Zweitligisten Wilhelmshavener HV durchsetzen, steigt am Sonntag das Finale gegen den Gewinner der Partie Füchse Berlin gegen Oranienburger HC. „Wir haben auch einen zweiten Satz Trikots dabei“, sagt Deffke. Nur der Turniersieger ist für das Achtelfinale qualifiziert. Sollte Deffkes Team gegen Wilhelmshaven verlieren, reist es sofort heim. „Wilhelmshaven ist der Favorit“, sagt Deffke. „Sie gehören zum Favoritenkreis der 2. Bundesliga. Die Trauben hängen für uns sehr hoch.“

Robert Weiß neuer Kapitän

Der VfL wird am Samstag von einem neuen Kapitän aufs Feld geführt. Robert Weiß wurde von der Mannschaft in dieses Amt gewählt, nachdem Jan Piske aus persönlichen Gründen verzichtete. Im Tor freut sich der Trainer auf den Zweikampf zwischen Sebastian Schulz und Paul Twarz. „Ich glaube felsenfest, dass sie uns von hinten Stabilität geben werden.“

Mit der Vorbereitung auf die neue Spielzeit ist Deffke zufrieden. „Wir sind insgesamt gut durchgekommen. Die Neuzugänge sind ins Team integriert.“ Am Samstag solle sich die Truppe weiter finden und einspielen.

Mit dem Modus ist Deffke nicht allzu glücklich. „Es gibt Lösungen, die praktikabler sind.“ Schließlich reisen Potsdam, Oranienburg und die Füchse Berlin nach Wilhelmshaven. Deffke: „Mit dem Modus soll die Belastung für die Profivereine reduziert werden. Aber für die kleinen Clubs wäre es besser, wenn sie zuhause einen Bundesligisten empfangen könnten.“

Füchse gegen Oranienburg

So hätte etwa Drittligist Oranienburg einen Handball-Festtag gefeiert, wenn sie zuhause gegen die Füchse hätten antreten können. Zumal die Berliner in Wilhelmshaven mit ihren vier Bronze-Medaillen-Gewinnern von Rio anreisen. „Das ist ein wichtiges Spiel, wir werden mit dem stärksten Team auflaufen. Die Olympia-Fahrer werden von Beginn an spielen“, erklärte Füchse-Trainer Erlingur Richardsson. „Wenn wir später klar führen sollten, können wir sie schonen.“ Manager Bob Hanning hatte dem am Dienstag zurückgekehrten Olympia-Quartett Paul Drux, Fabian Wiede, Silvio Heinevetter und Neuzugang Steffen Fäth freie Wahl gelassen, ob sie spielen. „Wir sind ein Team“, sagte der linke Rückraumspieler Drux, „außerdem ist es wichtig, vor unserem Bundesliga-Auftakt nächste Woche Spielpraxis zu sammeln.“ Egal ob Potsdam das Finale – mutmaßlich gegen die Füchse – verpasst, am Dienstag (19.30 Uhr) steht man sich gegenüber. Dann tritt der Bundesligist in der MBS-Arena zur Saisoneröffnungsfeier an.

Von Ronny Müller

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