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Dogue will den WM-Final-Fluch besiegen

Moderner Fünfkampf Dogue will den WM-Final-Fluch besiegen

Vor zwei Wochen setzte Patrick Dogue ein Ausrufezeichen: Beim Weltcupfinale der Modernen Fünfkämpfer in Sarasota/USA holte er sich den zweiten Platz – es war die beste Platzierung eines Deutschen seit neun Jahren. Damit hat er sich eine gute Ausgangslage für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen geschaffen. Die kann er bei der WM in Moskau klarmachen.

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Patrick Dogue sorgte mit Platz zwei im Weltcupfinale in Sarasota für Furore.

Quelle: dpa

Potsdam. Von Weltmeisterschaften kann Patrick Dogue bislang nicht viel Gutes erzählen. „Bei mir ist es wie ein kleiner WM-Fluch. Ich habe dort noch nie ein Finale erreicht“, bilanziert der Moderne Fünfkämpfer vor den anstehenden Titelkämpfen in Moskau. Dreimal (2011, 2012 und 2015) gab es in den Halbfinals Probleme mit der Waffe oder der Zielscheibe, 2013 war er verletzt, 2010 und 2014 sei er einfach nicht gut in Form gewesen, berichtet der Potsdamer.

Trainerin Claudia Adermann: „Im Combined ist er Weltspitze“

An der Form sollte es beim Halbfinale am kommenden Donnerstag eigentlich nicht scheitern. Beim Weltcupfinale vor zwei Wochen in Sarasota/USA belegte er völlig überraschend Rang zwei. Es war nicht nur Dogues bestes Karriereergebnis, sondern auch die beste Platzierung eines Deutschen seit neun Jahren. Verantwortlich dafür war seine überragende Leistung beim abschließenden Combined (Laufen und Schießen), das nach Fechten, Schwimmen und Reiten folgte. Als Zehnter ging er dort an den Start, als Zweiter kam er ins Ziel. „Im Combined ist er Weltspitze. Er hat endlich mal das gezeigt, was er drauf hat“, sagt seine Trainerin Claudia Adermann.

Zu den Medaillenkandidaten bei der WM zählt sich Dogue trotz des Ausrufezeichens beim Weltcupfinale nicht, „zweimal nacheinander kann es so gut eigentlich gar nicht passen“, sagt der Student für Physikalische Ingenieurwissenschaft. Vielmehr zählt für ihn der Kampf um die Olympiaqualifikation.

Teamkollege Christian Zillekens ebenfalls gut im Rennen

Zwei Quotenplätze stehen den deutschen Athleten zu – bei entsprechender Platzierung in der Olympischen Rangliste. In der bereinigten Rangliste liegt Dogue derzeit auf Rang drei, vermutlich die ersten elf fahren nach Rio. Von den Punkten, die er bereits gesammelt hat, könnte es im besten Fall schon für die Qualifikation reichen. „Im Moment ist die Tür ziemlich weit offen. Ich hab es auf jeden Fall in meiner eigenen Hand.“

Das gilt auch für seinen Teamkollegen Christian Zillekens. Der 20-Jährige liegt in der bereinigten Rangliste auf Rang acht, wäre aktuell ebenfalls für die Olympischen Spiele qualifiziert. Bemerkenswert, schließlich hatte sich der Jugend-A-Weltmeister von 2013 beim Weltcup in Rom Anfang April noch den Mittelfuß gebrochen. In Sarasota wurde er trotzdem 17. und sammelte wichtige Punkte.

Auch die Potsdamer Kohlmann, Köllner und Liebig bei der WM

Die beiden führen das deutsche Team an, zu dem auch die Potsdamer Stefan Köllner und Fabian Liebig zählen. Beide haben aber, genau wie ihre Teamkollegin Janine Kohlmann, nur noch Außenseiterchancen auf ein Olympiaticket. Allerdings: Ein Platz auf dem WM-Treppchen berechtigt automatisch zur Reise nach Rio. „Es ist immer möglich, dass die anderen noch einen raushauen. Das hat man bei mir ja auch gesehen“, sagt Dogue.

Von Stephan Henke

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