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Doppelte Medaillenhoffnung für Potsdam

Triathlon-Junioren-Weltmeisterschaft Doppelte Medaillenhoffnung für Potsdam

Die Sportschüler Laura Lindemann und Lasse Lührs treten als Medaillenkandidaten bei der Junioren-Weltmeisterschaft der Triathleten in Chicago an. Lindemann ist Titelverteidigerin, sie gewann in diesem Jahr – so wie Lührs – schon die Junioren-EM. Die beiden 19-Jährigen trainieren seit Jahren zusammen und wollen nun den nächsten gemeinsamen Coup schaffen.

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Gold, Teil 1: Lasse Lührs sprintet zum EM-Titel.
 

Quelle: DTU/Joseph Kleindl

Potsdam.  Es ist gerade zwei Monate her, da sorgten Laura Lindemann und Lasse Lührs innerhalb von zwei Stunden für den vollkommenen Triumph. Zunächst ersprintete sich Lührs mit einer Sekunde Vorsprung Gold bei der Triathlon-Junioren-EM in Genf, anschließend lief Laura Lindemann in souveräner Manier zu ihrer Titelverteidigung. Zwei Potsdamer an der europäischen Spitze.

Lindemann gilt als Topfavoritin

Dieses Bild vom doppelten Treppchen wollen beide nun bei der Junioren-WM in Chicago wiederholen. „Natürlich sind die Erwartungen groß. Aber ich versuche mir keinen Druck zu machen und einfach ein gutes Rennen zu laufen“, sagt Lindemann. Gerade die 19-Jährige gilt am Freitag als erste Medaillenanwärterin. Schon im vergangenen Jahr triumphierte sie bei den Juniorinnen, gilt für viele Experten wie Olympiasieger Jan Frodeno als Ausnahmetalent. In ihrer ersten Saison bei der Elite liegt sie derzeit als zweitbeste Deutsche auf Rang 19 der WM-Serie – und das obwohl sie nur die Hälfte der Rennen bestritt. „Nach dieser Saison kann man nichts anderes sagen, als dass wir bei Lauras letztem Rennen bei den Juniorinnen den Titel holen wollen“, sagt ihr Trainer Ron Schmidt.

Bei seinem zweiten Schützling ist die Erwartungshaltung am Donnerstag eine etwas andere. „Die Konkurrenz bei den Junioren ist deutlich härter. Mit einer Medaille wären wir schon sehr zufrieden“, sagt Schmidt. Dieses Ziel nennt auch Lührs: „Die Saison war deutlich erfolgreicher als die vergangene. Ich habe noch mal einen Leistungssprung gemacht“, erklärt Lührs, der im Vorjahr bei der Junioren-WM noch Rang 43 belegte. „Die Favoriten sind die, die auch bei der EM vorne mit dabei waren. Dann kommen die Athleten aus Australien und den USA dazu, die man aber relativ schwer einschätzen kann“, sagt der 19-Jährige. Bei der EM kamen die ersten fünf Triathleten innerhalb von drei Sekunden ins Ziel, Leichtgewicht Lührs überzeugte mit seiner Sprintfähigkeit.

Gold, Teil 2

Gold, Teil 2: Laura Lindemann bei ihrer Junioren-EM-Titelverteidigung in Genf.

Quelle: DTU/Joseph Kleindl

Die könnte auch – nach dem Schwimmen (750 Meter) im Lake Michigan – beim verwinkelten Innenstadtkurs in Chicago gefragt sein. „Der Kurs ist sehr kurvig, mit sehr vielen Wendepunkten, da muss man ein starker Läufer sein“, prognostiziert Lührs für die 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Trainer Schmidt vermutet, dass nur diejenigen Athleten Medaillenchancen haben, die in der ersten Radgruppe auf den Kurs gehen, da es durch die verwinkelte Strecke schwer wird, einen Rückstand aufzuholen.

Lindemann: „Der Stützpunkt Potsdam funktioniert“

Wenn der Plan des Trainers greift, dann gehen Lindemann und Lührs als Mitfavoriten auf die Laufstrecke. Beide trainieren fast täglich zusammen. „Ich habe mich sehr über Lasses EM-Titel gefreut. Auch das zeigt, dass der Stützpunkt in Potsdam gut funktioniert und man hier Schule und Sport sehr gut kombinieren kann“, sagt Lindemann, die erst am Montag von Edmonton nach Chicago reiste, wo sie beim vorletzten Rennen der WM-Serie 14. wurde.

Kombinieren hätte sich auch das Frauen- und Männer-Team lassen, doch ein Staffellauf findet nicht statt. Dabei hätten das deutsche Team mit den beiden Potsdamer Europameistern wohl gute Chancen gehabt. „Das ist ziemlich schade, weil die Staffel immer richtig viel Spaß macht“, sagt Lindemann. Auf diese mögliche Medaille müssen sie somit verzichten – im Einzel haben beide dafür beste Chancen.

Von Stephan Henke

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