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Doppelvierer-Entscheidungen vertagt

Olympia, Rudern Doppelvierer-Entscheidungen vertagt

Das Hoffen und Bangen für den Potsdamer Ruderer Hans Gruhne geht in die Verlängerung. Wegen zu starken Windes und hoher Wellen wurden am Mittwoch die Finals im Doppelvierer bei den Olympischen Spielen in Rio abgesagt. Für Donnerstag wurden die Finals neu angesetzt.

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Heute zweiter Versuch für den Potsdamer Hans Gruhne (vorn).

Quelle: Foto: dpa

Rio de Janeiro. Die Absage der ersten Ruder-Finals Mittwochvormittag bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro war richtig und alternativlos. Dies sagen die Trainer der beiden deutschen Doppelvierer. „Auf den letzten 500 Metern wäre es mit den Wellen kritisch geworden“, sagte Frauen-Coach Sven Ueck.

Sein Männer-Kollege Alexander Schmidt – beide kommen aus Berlin – fand sogar die Situation am Start unbeherrschbar: „Da wäre es kaum möglich gewesen, die Boote festzuhalten.“ Beide Vierer waren bereits zur Erwärmungsrunde auf dem Lagoa Rodrigo de Freitas, als die Verlegung kurz vor 8 Uhr entschieden wurde.

Coole Typen werden das hinbekommen

Die Frauen trainierten gestern Vormittag dennoch auf einem Teil der Regattastrecke, die Männer um den Potsdamer Hans Guhne standen wegen eines Unfalls erst ewig im Stau Richtung Olympisches Dorf, wo sie noch eine 45-minütige Ergometer-Einheit absolvierten. Es sei nun nicht einfach, den richtigen Spannungsbogen zu finden. „Aber die Jungs sind eine coole Truppe, die werden das hinbekommen“, meint Schmidt, der sein Team gern gestern „von der Kette“ gelassen hätte. „Wir waren gut im Rhythmus drin, hatten nach dem Hoffnungslauf einen Tag frei, der hat gereicht. Einen weiteren Tag hätten wir nicht gebraucht. Aber wir werden das Beste draus machen.“

Schwierige Bahn eins

Sorgen bereitet ihm ein wenig die Bahn eins: „Wenn der Wind wieder von Westen, also von Steuerbord, kommt, hätten wir am längsten Gegenwind, würden am Ende nicht so von der Tribüne profitieren wie die inneren Bahnen. In dem engen Feld kann so etwas entscheidend sein.“ Sven Ueck ergänzte: „Wir waren auf schwierige Bedingungen vorbereitet und auch auf Verschiebungen eingestellt.“ Am Donnerstag folgt das gleiche Prozedere. Um 7 Uhr (Ortszeit) beginnt die Erwärmung auf dem Wasser, bis 8 Uhr erfolgt eine neue Jury-Entscheidung. Die Finals sind nach deutscher Zeit für 15.12 Uhr (Frauen) und 15.24 Uhr (Männer) angesetzt. Allein die Wind-Prognose (6 Meter pro Sekunde aus West) klingt nicht sehr vielversprechend.

Von Frank Schober

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