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Drei Potsdamer Geher kämpfen um Olympia-Ticket

Auf dem Weg nach Rio Drei Potsdamer Geher kämpfen um Olympia-Ticket

Mit vereinten Kräften zum Ziel: Gleich ein Geher-Trio vom SC Potsdam schickt sich an, die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele im August in Rio de Janeiro zu schaffen. Am Wochenende steht die erste Quali-Chance über 20 Kilometer Gehen an.

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Nils Brembach, Hagen Pohle und Christopher Linke (v.l.).

Quelle: Foto: Hübner

Potsdam. Nils Brembach hat am Montag noch eine kleine Extrarunde gedreht. Nach den 24 Kilometern ist er jedoch guter Dinge wieder am Potsdamer Luftschiffhafen in Begleitung von Trainer Ronald Weigel angekommen. „Das war meine letzte lange Einheit vor dem Wettkampf“, sagt Brembach. Denn am Samstag gilt es. Dann steht er mit seinen Teamgefährten vom SC Potsdam, Hagen Pohle und Christopher Linke, quasi am Ticketschalter für Rio. Im tschechischen Podebrady will das Trio die Norm von 1:22:00 Stunden für die Olympischen Spiele im August über 20 Kilometer Gehen unterbieten. Und alle drei zeigen mit dem Daumen nach oben.

„Das ist für mich total realistisch. Meine Bestzeit liegt 39 Sekunden darunter. Nach dem Training der letzten Wochen bin ich sehr zuversichtlich“, meint Brembach. Der Student für Wirtschaftsingenieurwesen ist heiß auf Olympia: „Davon träume ich seit der Kindheit, nun will ich unbedingt dabei sein. Wir sind eine starke Trainingsgruppe. Das ist absolut hilfreich.“ Eine spezielle Taktik hat der 23-Jährige nicht: „Ich werde versuchen, gleichmäßig zu gehen. Ich will zeigen, wo der Frosch die Locken hat, wie man so sagt.“

Linke tritt als Titelverteidiger in Podebrady an

Linke, mit 27 Jahren und als EM-Fünfter von 2014 sowie Olympiastarter von 2012 der Erfahrenste und Erfolgreichste in dem Trio, reist sogar als Titelverteidiger nach Podebrady. „Da bin ich im Vorjahr mit 1:20:37 Stunden Bestzeit gegangen. Die letzten 15 Wochen konnte ich sehr gut trainieren, deshalb sollte die Olympia-Norm machbar sein. Außerdem will ich wieder versuchen, auf das Podium zu kommen. Aber diesmal ist starke internationale Konkurrenz dabei.“

Laut Weigel haben 66 Geher gemeldet. Zweimal weilte er mit seinen Schützlingen im Höhentrainingslager in Südafrika. „Jeder weiß, worum es geht. Alle haben gut trainiert und hatten in der Vorbereitung keine Probleme. Die Norm ist aber nur der erste Schritt auf dem Weg nach Rio. Alle sollen bis zum August dann noch mal zulegen“, sagt der Bundestrainer.

Pohle hat die Norm über 50 Kilometer schon in der Tasche

Ganz locker darf sich Pohle an die Startlinie auf dem Ein-Kilometer-Rundkurs im Kurpark des tschechischen Heilbades 50 Kilometer nordöstlich von Prag stellen. Denn der 24-Jährige konnte im Vorjahr bereits die Olympia-Norm über 50 Kilometer Gehen erfüllen. „Das hilft natürlich, weil man nicht so unter Druck steht“, schätzt der Blondschopf ein. „Podebrady ist ein schnelles Pflaster, da will ich mir die nächste Norm holen. Seit ich meine Ausbildung zum Polizeimeister beendet habe, konnte ich im Winter kontinuierlich durchtrainieren. Ich habe es drauf.“ Seine Bestzeit steht bei 1:21:29 Stunden. Ein Doppelstart wäre für ihn laut Weigel in Rio durchaus möglich. „Aber erst die Norm, dann sehen wir weiter“, will der Trainer nicht den zweiten vor dem ersten Schritt gehen.

Von Peter Stein

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