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Drei Schwestern in einer Mannschaft

Volleyball-Drittligist VSV Havel Oranienburg Drei Schwestern in einer Mannschaft

Das ist wohl ganz selten: Beim Volleyball-Drittligisten VSV Havel Oranienburg, der die Saison gerade mit der Vizemeisterschaft beendete, spielen drei Schwestern in der ersten Mannschaft: Kristin, Michaela und Natalie Sabrowske.

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Kristin, Natalie und Michaela Sabrowske (v.l.).

Quelle: Foto: Robert Roeske

Oranienburg. Im Sechser von Volleyball-Drittligist VSV Havel Oranienburg sind sie die halbe Miete, die drei Sabrowske-Schwestern Kristin (30), Michaela (27) und Natalie (17). „Erst am Wochenende im letzten Punktspiel der Saison standen wir zu dritt auf dem Feld, das ist schon toll, wenn die Hälfte aus der Familie kommt, das ist eine absolute Ausnahme“, findet Kristin Sabrowske, die Vereinsurgestein ist und mit zwölf Jahren den Volleyball-Virus in die Familie brachte. „Ich wiederum habe mich von der damals populären japanischen Zeichentrickfilmserie Mila Superstar anstecken lassen“, erzählt die Älteste des Trios, die als Lehrerin für Deutsch, Geschichte und Darstellendes Spiel an einer Gesamtschule in Berlin arbeitet.

Dort wohnt sie auch mit ihrem Freund – und gleich zwei Etagen tiefer Schwester Michaela, deren Freund Ex-Berlin-Volleys-Meisterspieler Ricardo Galandi ist, der Co-Trainer des Teams von Michael Bade. „Wir haben die Saison als Vizemeister abgeschlossen, werden aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht aufsteigen“, sagt Bade, der den Sabrowkes in der Mannschaft keine Extrarolle einräumt. „Wir haben einen guten Mix und die Sabrowske-Schwestern gehören unbedingt mit dazu.“

Auf verschiedenen Positionen zu Hause

Bemerkenswert bei dem Sister-Act, alle spielen verschiedene Positionen. „Natti“ ist Diagonalangreiferin (1,81 Meter groß), „Ela“ Zuspielerin (1,85) und „Tini“ Mittelblockerin (1,90). Da kommt nicht nur der Hallensprecher ins Grübeln, wenn er die Spielerinnen mit den Trikotnummern 11, 13 und 18 aufruft. Im Dreiklang von Annahme, Zuspiel und Angriff bleibt der Ball schon mal in der Familie. „Das ist ein Vorteil, weil man ja am besten weiß, wie die Schwester tickt“, erzählt das Küken. Ein Blick genüge. Natalie Sabrowske besucht seit der 7. Klasse die Sportschule in Potsdam, inzwischen in der 11., und spielt für den VC Olympia Berlin. In der kommenden Saison will sie so oft es geht in der Bundesliga dabei sein. Das Zweitspielrecht für ihren Heimatverein hat sie gern wahrgenommen, nicht nur, weil sie als Nesthäkchen zu Hause in Oranienburg von den Eltern Barbara und Ingomar besonders umsorgt wird.

Gemeinsames Ziel ist der Landespokal

„Wir Schwestern halten zusammen“, bestätigt Michaela Sabrowske, die sich gern von der „Großen“ mit dem Auto zum Training bringen lässt . Die Jura-Studentin, die als Temperamentvollste im Sabrowske-Clan gilt, hat sogar schon eine internationale Karriere in der Jugend- und Junioren-Nationalmannschaft hinter sich. Beim VCO und dann beim Köpenicker SC spielte sie bis 2008 in der 1. Liga, ehe eine schwere Schulterverletzung ein Stoppzeichen setzte. Aus der Diagonalangreiferin wurde so eine Zuspielerin – für den Neuanfang beim VSV Havel. Die Schwestern hatten natürlich nichts dagegen. Am 1. Mai wollen sie mit ihrem Verein den Brandenburger Landespokal gewinnen.

Von Peter Stein

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