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Dressurreiterin Alina Rosenberg startet stark

Paralympics Dressurreiterin Alina Rosenberg startet stark

Bei den Paralympischen Spielen in Rio hat die Brandenburgerin Alina Rosenberg zum Auftakt der Entscheidung im Dressurreiten den dritten Platz in der ersten Runde belegt.

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Alina Rosenberg ist in Rio guter Dinge.

Quelle: Foto: Martina Farmbauer

Rio. Alina Rosenberg strahlte pure Freude aus. Die Sportlerin von der BPRSV-Rollireitschule Radensleben (Ostprignitz-Ruppin) hatte an diesem Tag im Olympischen Park in Deodoro die deutsche Equipe im Team Test der Dressurreiter zum Auftakt auf einen hervorragenden dritten Platz gebracht. „Ich wusste nicht, wie das Pferd reagieren würde, wie ich reagieren würde und wie wir beide zusammen reagieren würden”, sagte sie.

Sie hat ihr auch noch junges Pferd Nea’s Daboun erst im Januar diesen Jahres gekauft, das vorherige Pferd war an einer Kolik gestorben. „Ich war 2011 schon einmal bei Europameisterschaften, von daher hatte ich schon eine Vorstellung, wie es läuft.” Bei Paralympics war sie allerdings noch nicht gewesen, nachdem sie 2012 trotz des Titels bei der Deutschen Meisterschaft nicht für London nominiert worden war mit der Begründung, dass sie mental noch nicht so weit und zu jung sei. „Ich fand die Entscheidung damals schlimm”, sagte Alina Rosenberg. Sie wollte aufhören, kurz hat sie auch wenig gemacht, ging in Urlaub. Aber das Reiten bedeutete ihr dann doch zu viel. Es hat für sie, die seit ihrer Geburt an einer spastischen Diplegie in Beinen, Schultern, Nacken und Armen leidet, und sich nur kurz auf den Beinen halten kann, als Therapie angefangen, auch immer noch einen therapeutischen Faktor. „Das hilft einfach, ich bin viel lockerer, kann viel besser gehen, mich viel besser entspannen, die Hüfte wird viel lockerer”, erzählte die 24-Jährige.

Mit den Größen der Szene mithalten

Die schlechte Erfahrung um die Paralympischen Spiele in London hat sie mit ihrem Ritt auf den dritten Platz im Team Test bei den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro getilgt. Und sie hätte die Herausforderung ohne die Erfahrung von damals wohl nicht so gut bewältigt. „Man denkt da ja schon viel drüber nach”, sagte Alina Rosenberg. „Natürlich hat mich das damals verletzt, und es war auch ein großer Einschnitt in mein Handeln, wenn es schon einmal nicht geklappt hat, obwohl es hätte klappen können.”

Sie ist nun bereit dafür, dass sie auf einem Level mit Größen wie dem Österreicher Pepo Puch, der in London 2012 Gold und Bronze gewonnen hat, oder dem Briten Lee Pearson antritt, der in Sydney 2000, Athen 2004 und Peking 2008 neun Mal Gold gewonnen hat. „Meinen Teil habe ich erst einmal gemacht”, sagt Alina Rosenberg. Wobei natürlich noch andere Prüfungen, an diesem Mittwoch und am Freitag, anstehen. „Man muss dann schauen, dass man nicht zu sehr entspannt, in der zweiten Prüfung geht´s ja um eine Einzelmedaille.”

Ziel ist eine Einzelmedaille

Sie sagte, sie habe sich gar nichts vorgestellt. „Es war schon groß genug, hier überhaupt dabei zu sein. Aber jetzt will ich eine Einzelmedaille.“ Was sie zuversichtlich macht, ist nicht nur das Ergebnis, sondern auch, wie sie dieses erreicht hat. Es war so, wie sie es sich bei allem paralympischen Druck vorgestellt hat, nämlich an die Größen anschließen zu können, ohne sich übermäßig anzustrengen, zu reiten und es einfach nur zu genießen.

Alina Rosenberg meinte: „Ich konnte sagen: ,Ja, hier bin’ – und das war schon ein unglaubliches Gefühl. So wäre das 2012 definitiv nicht gewesen.“

Von Martina Farmbauer

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