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Duell der Aufsteiger

Handball, Grün-Weiß Werder Duell der Aufsteiger

In der 3. Liga empfangen die Handballer des HV Grün-Weiß Werder den HSV Hamburg. Der prominente Gast gewann vor drei Jahren die Champions League und musste nach der Insolvenz einen Neuanfang wagen.

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Spielmacher Robin Huntz (r.) ist mit 25 Saisontreffern bislang der erfolgreichste Werfer in Reihen des HV Grün-Weiß Werder.

Quelle: Foto: Sylvia Göres

Werder. Den Namen HSV Hamburg bringt man noch immer mit ganz großem Handballsport in Verbindung. Champions-League-Sieger von 2013, zahlreiche Nationalspieler, Zuschauermagnet in der Hansestadt – all das kommt einem in den Sinn, wenn man an den kommenden Gegner des HV Grün-Weiß Werder denkt. Nachdem die HSV-Profimannschaft im vergangenen Januar aus dem Spielbetrieb der Handball-Bundesliga zurückgezogen wurde, musste sich der Verein aber neu aufstellen. Die ehemalige Zweite ist jetzt das Aushängeschild und geht in der dritten Liga auf Punktejagd. „Es wird gerne vergessen, dass wir ein Aufsteiger sind“, unterstreicht Hamburgs Trainer Jens Häusler. Der 49-Jährige gibt aber zu: „Aufgrund der Historie allerdings kein normaler.“

Für die Zuschauer ist es was Besonderes

Für Häuslers Pendant Silvio Krause kommt das Duell der ungleichen Aufsteiger alles andere als gelegen. „Natürlich kommt ein großer Name und für die Zuschauer ist es etwas Schönes. Ich hätte aber lieber einen Gegner gehabt, der sich in unserem Bereich bewegt“, sagt Krause, dessen Team nach fünf absolvierten Partien mit null Punkten am Tabellenende rangiert. „Das schlägt schon unglaublich doll auf die Moral.“ In der Begegnung am Sonnabend (19 Uhr, Sporthalle Ernst-Haeckel-Gymnasium) wollen die Blütenstädter versuchen, die gute Leistung, die sie gegen Aurich (23:35) 30 Minuten lang gezeigt haben, länger zu halten.

Werder ist mit null Punkten Tabellenletzter

Dass ein Erfolg gegen den Tabellenvierten eine Sensation wäre, ist in Werder allen bewusst. Deshalb will man versuchen, das Aufeinandertreffen ein Stück weit zu genießen. „Die Vorfreude, gegen solch einen Gegner zu spielen, ist schon groß“, sagt Grün-Weiß-Spielmacher Robin Huntz. Der 22-Jährige ist mit bislang 25 erzielten Saisontreffern der erfolgreichste Werfer im Team. „Ich hätte aber natürlich lieber ein paar Tore weniger auf dem Konto, wenn wir dafür als Mannschaft Erfolg hätten“, so Huntz, der in der dritten Saison in Werder spielt und an der Universität in Potsdam BWL studiert. Für ihn gehe es am Sonnabend darum, als Truppe „weiter an den Defiziten zu arbeiten, um dann gegen Kontrahenten auf Augenhöhe etwas mitzunehmen“. In der Kabine sei das besondere Spiel gegen den ehemaligen Champions-League-Sieger, für den auch der Ex-Potsdamer Lasse Kohnagel spielt, natürlich Thema. „Man fragt sich schon, wie gut die noch sind“, sagt Huntz mit Blick auf die Ex-Nationalspieler Stefan Schröder und Torsten Jansen.

Jansen und Schröder beim HSV nicht dabei

Diese Frage wird ihm am Samstag aber wohl unbeantwortet bleiben. „Beide sind in Werder nicht dabei“, sagt HSV-Coach Jens Häusler. Schröder laboriert an einem Einriss der Plantarsehne am Fuß. Co-Trainer Jansen, der in den letzten Wochen aufgrund großer Personalnot zum Einsatz kam, ist mit der A-Jugend des Vereins im Einsatz, für die er verantwortlich ist. Häusler („Wir bereiten uns akribisch vor und wollen nicht die Ersten sein, die gegen Werder Punkte lassen.“) will seinen zweiten Auftritt in Brandenburg dennoch deutlich erfolgreicher gestalten, als es Mitte September in Oranienburg gelang. Dort unterlag sein Team dem OHC deutlich mit 21:33.

Von Mirko Jablonowski

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