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EM-Aus für Zirbes - Nowitzki & Co. starten mit Sieg

Basketball EM-Aus für Zirbes - Nowitzki & Co. starten mit Sieg

Auch beim dritten Auftritt von Dirk Nowitzki nach seinem Comeback im Nationalteam lief noch nicht alles rund. Für die deutschen Basketballer reichte es zum Start des Supercups aber für einen Sieg über Lettland. Doch dieser rückte wenig später in den Hintergrund.

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Maik Zirbes wird die EM nicht bestreiten können.

Quelle: Carmen Jaspersen

Hamburg. Die schlechte Nachricht für die deutschen Basketballer kam am späten Freitagabend: Das Team von Dirk Nowitzki muss bei der EM im September auf Center Maik Zirbes verzichten.

Der Center von Roter Stern Belgrad zog sich beim Supercup-Auftakt gegen Lettland (85:80) eine Bänderverletzung im Knöchel zu. Ein weiterer Einsatz sei diesen Sommer nicht möglich, teilte der Deutsche Basketball Bund mit.

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Anton Gavel (r) bedrängt den Letten Janis Strelnieks.

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"Maiks Ausfall ist natürlich ein herber Verlust für uns", sagte Bundestrainer Chris Fleming. "Die Situation ist sehr enttäuschend, weil er so gut gespielt hat und uns sehr fehlen wird." Zirbes hatte in der Vorbereitung starke Leistungen gezeigt und konkurrierte mit NBA-Neuling Tibor Pleiß um einen Platz in der Startformation. Bereits zuvor musste Fleming auf den großen Positionen schmerzhafte Ausfälle wie Maximilian Kleber, Daniel Theis oder Elias Harris verkraften. Durch die Verletzung von Zirbes dürfte der Frankfurter Johannes Voigtmann endgültig in den EM-Kader rutschen.

Auch im dritten Spiel seit seinem Comeback in der Nationalmannschaft zeigte Dirk Nowitzki zuvor noch ein paar Anpassungsschwierigkeiten. Der Popularität des Superstars konnte dies aber nichts anhaben. Zum Start des Supercups gegen Lettland wurde Nowitzki in der Hamburger Inselparkhalle von den Fans gefeiert. Der lettische Trainer Ainars Bagatskis holte sich direkt nach der Schlusssirene sogar ein Autogramm des Power Forwards von den Dallas Mavericks. Dass Nowitzki mit elf Punkten und zehn Rebounds weiter unter seinen Möglichkeiten geblieben war, spielte keine Rolle.

Auch, weil das deutsche Team angeführt von den anderen beiden NBA-Profis Dennis Schröder und Tibor Pleiß mit dem erhofften Sieg in den traditionellen Supercup gestartet waren. Toptalent Schröder war mit 22 Punkten bester deutscher Werfer, zudem kam NBA-Neuling Pleiß auf 21 Zähler. "Wir haben ein Lebenszeichen von Tibor Pleiß gesehen haben, er war sehr präsent am Brett, das war ein gutes Zeichen", sagte Fleming, der zudem Schröder lobte. "Von der Leitung des Spiels her war das seine beste Performance in diesem Sommer."

Im zweiten Spiel trifft die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes an diesem Samstag (15.45 Uhr) auf Polen, das am Abend mit 83:73 gegen die Türkei gewann. Zum Abschluss am Sonntag geht es für die deutsche Auswahl gegen die Türkei, die auch bei der EM-Vorrunde in Berlin Kontrahent sein wird.

Eine Woche nach den beiden Niederlagen gegen Kroatien offenbarte die deutsche Mannschaft gegen Lettland vor allem vor der Pause weiter einige Schwächen. Auch die Integration von Nowitzki geht nach wie vor recht schleppend voran. Der 37-Jährige benötigte gegen die Letten eine lange Anlaufzeit und traf erst nach fast 13 Minuten seinen ersten Wurf aus dem Feld.

So war es wieder einmal an Schröder, die Gastgeber im Spiel zu halten. Der Point Guard von den Atlanta Hawks gab den phasenweise noch konfusen Aktionen der deutschen Mannschaft zumindest einige Konturen und kam bereits bis zur Pause auf 13 Zähler. Dennoch lag das Fleming-Team zur Halbzeit knapp zurück (40:42).

Auch nach dem Seitenwechsel tat sich Nowitzki weiter schwer. Dafür drehten in Schröder und Pleiß nun die anderen beiden NBA-Profis auf. Center Pleiß machte die ersten sechs deutschen Zähler im dritten Viertel, Schröder legte sechs Punkte nach - Deutschland ging wieder mit 52:49 in Führung.

Auch Spanien-Legionär Robin Benzing fand jetzt seinen Rhythmus und sorgte dafür, dass die Hausherren vor den letzten zehn Minuten mit 61:51 vorne lagen. Im Schlussviertel geriet der deutsche Sieg aber doch noch in Gefahr, die Letten kamen elf Sekunden vor Schluss beim 80:82 auf zwei Punkte heran. Nowitzki traf anschließend drei von vier Freiwürfen und sicherte den Erfolg.

dpa

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