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EM-Trauerarbeit bei deutschen Volleyballerinnen

Volleyball EM-Trauerarbeit bei deutschen Volleyballerinnen

Der Frust bei den deutschen Volleyballerinnen ist riesig. Nur ganz knapp verpassen sie das EM-Halbfinale. In der Halle fließen Tränen. Die Trauerarbeit wird dauern. Kämpferisch wollen Margareta Kozuch & Co. dann ihr ganz großes Ziel angreifen.

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Die Mannschaft von Bundestrainer Luciano Pedullà ist auch bei der EM 2017 dabei.

Quelle: Jonas Roosens

Antwerpen. Nach dem schmerzhaften Aus im EM-Viertelfinale vergossen die deutschen Volleyballerinnen noch in der Halle bittere Tränen. Der Frust nach dem sehr unglücklichen 2:3 gegen den Turniermitfavoriten Türkei war riesig.

"Ich hasse es, jetzt nicht nach Rotterdam, sondern nach Hause fahren zu müssen", schimpfte Zuspielerin Mareen Apitz in Antwerpen nach dem Verpassen des Halbfinals. "Es wird eine ganze Weile dauern, das zu verarbeiten", meinte Spielführerin Margareta Kozuch.

Der EM-Zweite von 2011 und 2013 bot über fünf packende Sätze seine beste Turnierleistung - erst im letzten Durchgang ging ihm die Puste aus. Vor allem die Außenangreiferinnen Maren Brinker (22 Punkte) und Jennifer Geerties (19) stachen hervor. "Jennifer Geerties war fantastisch", lobte Bundestrainer Luciano Pedullà. "Sie kam rein und hat sofort Verantwortung übernommen, sie ist jung und kann eine sehr starke Spielerin für Deutschland werden."

Am Ende verpassten die Deutschen dennoch erstmals seit 2007 den Sprung unter die besten vier Teams in Europa. "Wir waren knapp an einer echten Überraschung dran", sagte Pedullà. "Dass wir so gut mithalten können, damit hat nicht jeder gerechnet."

Ein Halbfinale am Samstag ausgerechnet gegen die Niederlande um Ex-Trainer Giovanni Guidetti wäre auch für den Mann aus Novara reizvoll gewesen. Von Vergleichen mit seinem erfolgreichen Vorgänger will Pedullà aber nichts wissen. "Bei aller Wertschätzung - und ich verliere nie ein schlechtes Wort über Kollegen - darf nicht vergessen werden, dass Giovanni im ersten Jahr auch noch keine großen Erfolge hatte. Ich brauche einfach mehr Zeit", betonte Pedullà.

Ende Februar wurde er berufen, im Mai startete der Italiener mit seiner neuen Mannschaft in die Wettkampfphase. Vor allem bei der EM steigerte sich sein Team erheblich und ließ sogar phasenweise Erinnerungen an die teils berauschende Heim-EM 2013 wach werden.

Der Vertrag Pedullàs läuft nach Ende der Olympia-Qualifikation im kommenden Jahr aus. Und er hat Lust auf mehr. "Ich liebe die Spielerinnen, das Umfeld, den Verband und Deutschland sowieso. Mit mir kann man gern über eine Verlängerung sprechen", sagte er. "Aber erst einmal steht das Ziel Rio auf dem Plan."

Olympia 2016 - da wollen die deutschen Volleyballerinnen nach zwölfjähriger Abstinenz unbedingt hin. "Bei der Olympia-Qualifikation starten wir auf jeden Fall voll durch", versprach Kozuch. Als kleines Trostpflaster dient nun erstmal die direkte Qualifikation für die EM-Endrunde 2017 in Aserbaidschan und Georgien. Pedullàs Team schließt im Klassement als Fünfter ab. "Das ist auf jeden Fall ein kleines Trostpflaster", erklärte Kozuch. "Wir spielen immer so viele Turniere, da ist es gut, wenn die Qualifikation wegfällt."

dpa

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